Kalb Kathi brutal misshandelt

Vorarlberg / 10.11.2014 • 22:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kalb Kathi ist wieder auf dem Weg der Besserung. Der 15-jährigen Lisa geht die brutale Tat besonders nahe.  Foto: VN/Hofmeister
Kalb Kathi ist wieder auf dem Weg der Besserung. Der 15-jährigen Lisa geht die brutale Tat besonders nahe.  Foto: VN/Hofmeister

Ein bislang unbekannter Tierquäler treibt in St. Gallenkirch sein Unwesen.

St. Gallenkirch. (VN-ger) Das einjährige Kälbchen Kathi hatte praktisch keine Chance. Der Täter schlich sich im Schutz der Dunkelheit in den Stall und malträtierte das Jungtier in seiner Box so lange, bis das Blut spritzte.

„Mein Kollege hat mich am Morgen angerufen. Das Kalb war um den After herum feuerrot, brutal geschwollen und entzündet“, berichtet Landwirt Roland Fritsch (71). Mit welcher Gewalt der Unbekannte vorgegangen sein muss, zeigte sich aber erst nach der Untersuchung durch den Tierarzt. „Es hatte auch innere Verletzungen. Es war wie aufgeritzt“, erzählt der 71-Jährige, der als Tatwaffe einen unebenen Stecken vermutet. „Mit einem glatten Stecken gibt es nicht solche Verletzungen“, verdeutlicht er.

Besserung in Sicht

Mittlerweile befindet sich das Kalb wieder auf dem Weg der Besserung. Ihm wurden nach der Diagnose umgehend Antibiotika und Schmerzmittel verabreicht. Doch Sorge und Ungewissheit bleiben – insbesondere bei Fritschs 15-jähriger Tochter Lisa, der Kathi besonders ans Herz gewachsen ist. Der Landwirt aus Gortipohl schließt nicht aus, dass hinter der Tierquälerei eine gezielte Aktion gegen seine Person steckt. Das misshandelte Jungtier ist bei einem Kollegen im Kloster Maria Hilf in St. Gallenkirch untergestellt. „Im Stall sind noch neun andere Tiere. Das Kalb ist das einzige, das mir gehört und das einzige, das misshandelt wurde“, führt er aus.

Gezielte Aktion

Eine Anzeige bei der Polizei wegen Tierquälerei ist bereits erstattet. „Sobald es dem Kalb wieder gut geht, nehme ich es mit zu mir“, will der Montafoner auf Nummer sicher gehen. Dass dem Tierquäler schnellstmöglich der Garaus gemacht wird, das hofft auch Lisa.

Etwaige Zeugen, die Angaben zum Täter machen können, werden gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Gaschurn unter der Tel. 059133-8103-100 in Verbindung zu setzen.

Das Kalb war um den After herum feuerrot und entzündet.

Roland Fritsch