Schnell nach Wien

Vorarlberg / 12.11.2014 • 20:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die ÖBB heben die Ticketpreise an, verbessern aber den Takt.
Die ÖBB heben die Ticketpreise an, verbessern aber den Takt.

ÖBB macht den Intercity zum railjet, hebt aber gleichzeitig die Ticketpreise an.

Schwarzach. Am Sonntag, 14. Dezember, tritt ein neuer ÖBB-Fahrplan in Kraft. Er beinhaltet einige schnellere Verbindungen nach Wien und weitere organisatorische Neuerungen für Vorarlberger, die gen Osten reisen. Die Tickets werden jedoch teurer.

Der Intercity von Bregenz nach Wien wird ab 14. Dezember zum railjet. Der Schnellzug kommt früher in der Bundeshauptstadt an. Mit der Abfahrt um 14.10 Uhr ab Bregenz und weiteren Halten in Dornbirn, Hohenems, Götzis, Rankweil, Feldkirch und Bludenz erreicht der railjet Wien-West jetzt um 21.30 Uhr statt wie bisher um 22.12 Uhr. Wer das Auto mit nach Wien nehmen will, muss künftig aber den Nachtzug nehmen, denn der railjet transportiert keine Pkw. Dafür fahren die Nachtzüge künftig bis nach Wien-Hauptbahnhof.

Der railjet aus Wien wird künftig in Feldkirch geteilt, so dass nun ein Zugteil über Dornbirn nach Bregenz fährt.
Und noch eine railjet-Neuerung: Der Verstärkungszug für anreisende Schüler und Studenten nach Innsbruck fährt jetzt an Sonntagen um 18.40 ab Bregenz über Dornbirn, Hohenems, Götzis, Rankweil und Feldkirch und Bludenz. Bisher startete er um 18.59 in Feldkirch.

Auch bei den Preisen gibt es Änderungen, die werden den Bahnfahrern allerdings weniger gut gefallen. Die ÖBB passen ihren Haustarif an, heißt: Zugfahren wird teurer. Um rund fünf Prozent steigen die Preise (siehe Tabelle) Auch die Österreichcard kostet ab dem 14. Dezember mehr. Nachdem die Bundesbahn diese Karte 2012 um acht Prozent billiger gemacht hat, geht der Preis jetzt wieder nach oben, „bleibt aber weiterhin unter dem Preisniveau vor dem 1. Juli 2012“, verspricht die ÖBB. Zweiter Klasse muss der Kunde bald 2,5 Prozent, erster Klasse fünf Prozent mehr berappen. Erwachsene fahren mit der Österreichcard Classic um 4,60 pro Tag, unter 26 Jahren um 2,90 Euro. Vorteilscard und die SparSchiene ändern sich jedoch nicht.

Ebenfalls neu ist die Stadtverkehrsregelung für Landeshauptstädte über 50.000 Einwohner. Die tarifliche Sonderstellung, die bisher nur für Wien galt, wird damit auf Innsbruck, Salzburg, Linz, St. Pölten, Klagenfurt und Graz ausgeweitet. Das heißt: Egal von welchem Bahnhof in einer Stadt man abfährt, es gilt der gleiche Tarif. Unterschiedliche Preise für die jeweiligen Bahnhöfe einer Stadt gibt es nicht mehr, auch beim Kauf des Tickets muss nur noch die Stadt angegeben werden.

Eine weitere Änderung: Das SMS-Handyticket hat die Bundesbahn abgeschafft. Es wurde komplett durch die ÖBB-App ersetzt.

Beispiele des neuen ÖBB-Tarifs

Strecke Vollpreis alt Vollpreis neu VC-Preis alt VC-Preis neu
Bregenz-Wien 72,20 75,40 36,10  37,70

Bludenz-Wien 70,60 73,70 35,30 36,90

Bregenz-Innsbruck 35,90 37,00 18,00 18,50

Feldkirch-Salzburg 57,70 60,40 28,90 30,20