Der Meisterdieb des edelsten Tropfens ist nun hinter Gittern

Vorarlberg / 13.11.2014 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Flasche Champagner im Kühler.
Flasche Champagner im Kühler.

Ein Rumäne, der Champagner im Wert von beinahe 20.000 Euro gestohlen hatte, ist gefasst worden.

Schwarzach. (VN) Allein aus einem Großmarkt in Vorarlberg waren von dem Täter von Oktober 2012 bis heuer im Jänner 49 Flaschen Champagner im Wert von mehr als 6000 Euro gestohlen worden. Im Salzburger Pongau betrug der Schaden sogar 13.000 Euro.

Wegen der Häufung dieser einschlägigen Diebstähle legte die Polizei einen eigenen „Akt Champagner“ an. Der Verdächtige, ein 33-jähriger Rumäne, soll zwischen Oktober 2012 bis Mai dieses Jahres in Vorarlberg, der Schweiz, Niederösterreich, Zell am See und im Pongau sein Unwesen getrieben haben. Der Gesamtwert seiner Beute, also Champag­nerflaschen aus zahlreichen

Märkten,

wird von den Ermittlern auf beinahe 20.000 Euro geschätzt. Außerdem wurden dem 33-Jährigen durch sichergestellte Spuren, durch Zeugenbeobachtungen oder Autokennzeichen noch Einbrüche in Bekleidungsgeschäfte in der Schweiz und in ein Elektronikgeschäft in Zell am See nachgewiesen. Weiters verübte er Einbrüche in Tirol und Niederösterreich. Schließlich wurde der Mann im Mai bei seinem „Steckenpferd“, dem Champagnerdiebstahl, in Niederösterreich erwischt. Seit September sitzt der Verdächtige in Wien in Haft, allerdings wegen eines anderen Delikts. Er hat inzwischen die vorgeworfenen Champagnerdiebstähle gestanden.

Der Rumäne verwendete bei den Diebstählen eine spezielle Jacke, deren
Innentaschen so präpariert waren, dass man von außen nichts von den Flaschen bemerkte.

Ein Bandenmitglied

Wie die Ermittlungen ergaben, war der 33-Jährige nachweislich Mitglied einer größeren internationalen Diebsbande gewesen. Deren Täter hatten Autos mit Scheinzulassungen für den Transport der gestohlenen Ware verwendet. Nach den Komplizen, die die Diebsbeute veräußerten, wird von der Polizei noch gefahndet.