Nach dem tödlichen Bahnunfall: Anzeige gegen Sicherheitsposten

Vorarlberg / 13.11.2014 • 22:19 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 5. November 2014.
VN-Bericht vom 5. November 2014.

Tragödie von Hohen­ems könnte Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung nach sich ziehen.

Hohenems. Nach dem tödlichen Unfall eines 29 Jahre alten Mannes, der am 3. November bei Gleisarbeiten in Hohenems von einem Zug erfasst worden war, ist gegen die beiden verantwortlichen Sicherheitsposten eine polizeiliche Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch erstattet worden. Sie hatten damals die Bahnstrecke bereits wieder freigegeben, als der Mann noch auf den Gleisen war, bestätigte die Polizei einen ORF-Bericht. Außerdem seien dadurch noch weitere Arbeiter in Gefahr gewesen. Die Anzeige laute auf fahrlässige Tötung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit, hieß es.

Neben dem Opfer seien auch andere Arbeiter in Gefahr gewesen. Laut den Ermittlungen der Polizei habe es bei der Freigabe der Strecke Probleme bei der Zuständigkeit der Posten – beide keine Mitarbeiter der ÖBB – gegeben, die mit der Absicherung der Arbeiten betraut waren. „Einmal hinsichtlich der Streckenfreigabe und in Bezug auf das Warnsignal“, sagte Sprecherin Susanne Dilp. Wird nach Gleisarbeiten eine Bahnstrecke wieder freigegeben, wird in der Regel ein herannahender Zug durch ein weiteres Signal gewarnt. Ob und wann dies geschehen ist, soll eine Analyse der Kommunikation ergeben. Hier seien die Auswertungen noch nicht komplett abgeschlossen.