Nur gegenseitige Rücksicht hilft

Vorarlberg / 14.11.2014 • 19:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Was Pferde hinterlassen, muss der Mensch entfernen.  
Was Pferde hinterlassen, muss der Mensch entfernen.  

Debatte um Pferdemist auf den Straßen: Gemeinde Lauterach appelliert an Bürger.

Lauterach. (VN-ij) Pferdemist auf Straßen  sorgt seit Jahren im Bürgerforum für Diskussionen. Nun schreibt ein Teilnehmer aus Lauterach, dass die Belästigung durch den Pferdemist an den Spazierwegen unerträgliche Ausmaße annehme. „Wenn man Reiter bzw. deren Pferde auf frischer Tat dabei ertappt, bekommt man nur freche Antworten.“ Drei weitere Teilnehmer stimmen der Beschwerde zu und „Xena“ schreibt: „Ich würde mich an die dortigen Reitvereine wenden. In Frastanz wird der Mist von der Straße entfernt.“

Verständnis für die Vierbeiner zeigt hingegen „Alexis“. Sie weist darauf hin, dass Pferde Pflanzenfresser seien und ihr Mist, im Gegensatz zum Hundekot, Pflanzen nicht schade. „Es ist auch schwierig, Pferdeäpfel zu entfernen“, so die Bürgerforumsteilnehmerin.

Rücksicht nehmen

„Als Gemeinde sind wir grundsätzlich allen Verkehrsteilnehmern gegenüber verantwortlich, optimale Bedingungen für die Benützung der öffentlichen Verkehrsflächen zu schaffen“, informiert Marc Anders, Leiter der Abteilung Infrastruktur der Marktgemeinde Lauterach. Er appelliert an die Vernuft der Verkehrsteilnehmer, aufeinander Rücksicht zu nehmen. „In diesem Fall waren es offensichtlich uneinsichtige Reiter, im nächsten Fall sind es uneinsichtige Radler, Fußgänger, Rollerblader, Hundebesitzer, Landwirte etc. Wir können solche Umstände, die zu Konflikten führen, nur vermeiden, wenn ein entsprechendes Verständnis für den jeweils anderen vorhanden ist.“

Die Verunreinigungen auf den Straßen würden natürlich, wenn der Verursacher nicht feststellbar ist, vom Straßenerhalter beseitigt, was wiederum die Allgemeinheit belaste, erklärt der Lauteracher und spricht sich dagegen aus, wegen einzelner „schwarzer Schafe“ generelle Verbote auszusprechen.