Fitnessstudioverträge

Vorarlberg / 16.11.2014 • 20:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Feldkirch. Auch wenn es draußen nass und kalt ist, möchte so mancher Sportler nicht auf seine Trainingseinheiten verzichten, und sind die Fitnessstudios dafür die geeigneten Orte, um topfit zu bleiben. Was ist dabei in rechtlicher Hinsicht zu beachten? Der Oberste Gerichtshof hat unlängst neuerlich klargestellt, dass ein Fitnessstudiovertrag nicht in den besonderen Anwendungsbereich des Rücktrittsrechtes bei bestimmten Langzeitverträgen über wiederkehrende Leistungen nach dem Konsumentenschutzgesetz fällt.

Beschränkung des Kündigungsrechtes: Im konkreten Fall ging es um eine Klausel in einem unbefristet geschlossenen Fitnessstudiovertrag, die die Kündigungsmöglichkeiten des Kunden dahingehend beschränkte, dass erstmals nach Ablauf eines Jahres und dann zu jedem halben Jahr unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist gekündigt werden darf. Sachlich gerechtfertigt: Der Oberste Gerichtshof sah keinen Verstoß gegen die Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes, weil die speziellen Trainingsgeräte von den Kunden nur unter Aufsicht eines Trainers benützt werden dürfen und eine längere Bindung daher im Hinblick auf die Kosten der notwendigen Personalvorsorge sachlich gerechtfertigt erscheint.

Auf Bindungsfristen achten: Dies bedeutet für den Konsumenten, dass bei Abschluss von Verträgen mit Fitnessstudios entsprechend auf die Geschäftsbedingungen geachtet und allenfalls kürzere Bindungsfristen vereinbart werden sollten.

Dr. Reinhard Pitschmann, Rechtsanwalt in Feldkirch