Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 17.11.2014 • 18:56 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Edmund Wachter (100)

Bürs. Edmund Wachter wurde am 18. November 1914 in Bürs als siebtes Kind von Julius und Elisabeth Wachter geboren. Edmund

besuchte

die Handelsschule in der Mehrerau/

Bregenz und wohnte dort auch im Internat. Seine erste Arbeitsstelle war beim Zollamt in Springen im Bregenzerwald. Dort lernte er seine Frau Xaveria kennen, eine Wirtstochter aus dem Allgäu. Im Februar 1939 gaben sie sich in München das Jawort.

Am 10. Jänner 1940 erblickte Tochter Inge das Licht der Welt. Kurz darauf zogen Edmund und Xaveria nach Partenen, da Edmund zum dortigen Zollamt versetzt worden war. Xaveria kümmerte sich um den Haushalt und Tochter Inge. 1941 musste Edmund zum Militär nach Saalfelden einrücken. Wann auch immer es möglich war, besuchten ihn seine Frau und Tochter dort. 1945 geriet er auf dem Rückzug von Griechenland in Bosnien in Gefangenschaft – sehr schwere dreieinhalb Jahre für ihn und seine Familie folgten. Die langersehnte Heimkehr erfolgte am 24. Dezember 1948 – wahrscheinlich das schönste Weihnachtsgeschenk für die ganze Familie! Kurz darauf wurde er zum Zollamt Tisis versetzt, und die ganze Familie zog nach Tisis um.

Am 30. November 1949 kam das zweite Kind Heinz in Rankweil zur Welt.

1955 übernahmen Edmund und Xaveria das elterliche „Gasthaus Traube“ in Bürs. Die Gattin führte hauptsächlich das Gasthaus, da Edmund hauptberuflich bis 1975 als Leiter der Steueraufsichtsstelle tätig war. Im September 1973 erhielt er als Oberinspektor für besondere Dienste das große Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen.

Neben dem Wirtshaus und der Arbeitsstelle erfolgte der Hausbau in der Seegerstraße 2 in Bürs. 1961 konnte dann das neue Heim bezogen werden. Damals entwickelte Edmund großes Interesse an der Imkerei und der Bienenzucht. Viel Zeit verbrachte Edmund dann in seinem „Bienahüsle“, als er 1974 in Pension ging.

Am 28. Dezember 2000 verstarb seine liebe Frau Ria (so nannte er sie) an Herzversagen. Seither wohnt er allein, gut betreut von seiner Schwiegertochter Angela, seinem Sohn Heinz und Tochter Inge in seinem vertrauten Heim. Inzwischen ist Edmund Opa von fünf Enkelkindern und Uropa von neun Urenkeln.

Trotz seines hohen Alters macht er fast täglich eine kleine Runde mit seinem Rollator und genießt die sonnigen Stunden auf seinem „Lieblingsplätzle“ auf seiner Terrasse. Er erfreut sich hoher geistiger Vitalität, liest gern die VN und schaut sich mit Freude Skisprungübertragungen im Fernsehen an.

Hildegard Raffeiner (80)

Hard. In der Seestraße darf heute Frau Hildegard Raffeiner ihren runden 80. Geburts-

tag feiern. Geboren in Schlanders

in Südtirol wuchs sie auf dem elterlichen

Hof auf, bis sie bei einer Obstgenossenschaft zu arbeiten begann. Mit ihrem ersten Gehalt kaufte sie sich ein Fahrrad, mit dem sie dann zur Arbeit fahren konnte. Auf dieser Strecke musste sie stets an einer Schmiede vorbei, wo sie dann ihren geliebten Hermann kennenlernte, dem sie am 21. April 1960 in Schlanders das Jawort gab. Noch im selben Jahr kamen sie ins schöne Ländle. Anfangs noch in der Kohlplatzstraße wohnhaft, zog es sie bald in die Seestraße, in der sie auch heute noch wohnt.

Aus der Ehe mit Hermann sind sieben Kinder herangewachsen, welche ihr bis zum heutigen Tag 16 Enkelkinder und einen Urenkel schenkten. Alljährlich fuhren sie auf den elterlichen Bauernhof, auf dem sie mit den Kindern den Sommer verbrachten. Sie hatten 29 glückliche Ehejahre, bis ihr geliebter Ehemann nach kurzer und schwerer Krankheit von ihr gegangen ist. Eine schwere Zeit folgte, aber mit Hilfe ihrer Kinder und den immer mehr werdenden Enkelkindern konnte sie diese gut überstehen.

Bis zu ihrem 70. Lebensjahr war sie jeden Herbst auch tatkräftig bei der Apfelernte im Südtirol im Einsatz. Aber nicht, dass sie sich zur Ruhe setzte, nein, denn als begnadete Köchin ist sie nicht wegzudenken. Auch zu Hause in Hard wird täglich frisch gekocht, und Besuch ist immer gerne gesehen.

Trotz mehrerer Schulterbrüche in den letzten Jahren, welche sie ohne zu jammern wegsteckte, hält sie bis heute niemand davon ab, die Gemeinde Hard mit dem Fahrrad „unsicher“ zu machen.

Der lieben Mama, Oma und Uroma seien noch viele schöne Jahre in der Mitte ihrer Familie vergönnt!