Die Gefahr des „toten Winkels“

Vorarlberg / 18.11.2014 • 22:32 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mario Amann (Sicheres Vorarlberg) zeigte den Kindern, aus welcher Perspektive ein Lkw-Fahrer die Verkehrssituation sieht.  Foto: VN/Sohm  
Mario Amann (Sicheres Vorarlberg) zeigte den Kindern, aus welcher Perspektive ein Lkw-Fahrer die Verkehrssituation sieht. Foto: VN/Sohm  

Höchster Volksschüler lernen eine besondere Tücke des Verkehrs kennen.

Höchst. (VN) Ab Anfang 2015 wird eine Großbaustelle im Ortszentrum von Höchst für viel Umtrieb sorgen. Zum einen gibt es ein vermehrtes Lkw-Aufkommen, zum anderen müssen täglich 150 Volksschüler diesen Bereich passieren.

Um den Kindern dennoch ein möglichst hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, hat sich der Elternverein der Volksschule Höchst-Kirchdorf entschlossen, entsprechende Maßnahmen zu setzen. „Zum einen sind wir gemeinsam mit der Gemeinde auf der Suche nach einem sicheren Schulweg, zum anderen werden die Schüler von Experten über die Gefahren des ‚toten Winkels‘ bei Schwerfahrzeugen informiert“, erklärt Obfrau Barbara Grabherr-Schneider.

„Die meisten Zweiradfahrer bzw. Fußgänger haben keine Vorstellung, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie dicht neben einem Lkw vorfahren oder anhalten, sich hinter einem Lkw aufhalten oder knapp vor der Fahrerkabine die Straße überqueren“, sagt Mario Amann von „Sicheres Vorarlberg“. Der Grund für die Fehleinschätzung: Kindern, aber auch Erwachsenen ist oft nicht klar, welchen Kurvenradius die Hinterräder eines Schwerfahrzeugs haben.

Im Rahmen der Aktion „toter Winkel“ konnten gestern Kinder die Situation, in der sich ein Lkw-Fahrer befindet, einmal aus dessen Perspektive erleben. Eine Gruppe von Kindern lief am stehenden Schwerfahrzeug vorbei in den „toten Winkel“, ein anderes Kind beobachtete aus der Position des Fahrers, wie lange die Kollegen zu sehen waren. Mit Hütchen wurden dann die Stellen markiert, an denen die Schüler aus dem Sichtbereich des Fahrers verschwunden waren. Auf diese Weise ließ sich der „tote Winkel“ für die Kinder anschaulich darstellen. Es sind noch zwei Veranstaltungen vorgesehen.