inatura entführt in Winterwelt

Vorarlberg / 19.11.2014 • 21:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Interaktive Stationen lassen die Besucher auch „begreifen“, wie Mathias Gort, Biologe und Kurator der Ausstellung, zeigt. Foto: VN/Steurer
Interaktive Stationen lassen die Besucher auch „begreifen“, wie Mathias Gort, Biologe und Kurator der Ausstellung, zeigt. Foto: VN/Steurer

Die neue Sonderausstellung zeigt Strategien zum Thema Überwintern.

Dornbirn. (VN-sas) Weshalb geht der Schneehase im Winter eigentlich nachts auf Nahrungssuche? Und wie können Murmeltiere den Winterschlaf überleben, obwohl ihre Körpertemperatur in dieser Zeit bis fast an den Gefrierpunkt sinkt?

Antworten auf diese Fragen und zahlreiche weitere spannende Fakten liefert seit heute die Dornbirner inatura. Passend zum Winterbeginn wird nämlich die neue, vom Natur-Museum Luzern konzipierte Sonderausstellung „Überwintern – 31 großartige Strategien“ gezeigt.

„Es sind unglaubliche Höchstleistungen der Tier- und Pflanzenwelt, die uns in Staunen versetzen“, sagt Ruth Swoboda, Direktorin der inatura. Nahrungsmangel, Kälte, Schnee und kurze Tage stellen unsere Tier- und Pflanzenwelt auf eine harte Probe. Deshalb haben unsere heimischen Wildtiere und Pflanzen im Laufe der Evolution eine Vielzahl an schlauen und faszinierenden Strategien und Anpassungstechniken entwickelt. Diese helfen ihnen dabei, die Zeit der Entbehrung erfolgreich zu überstehen. Die als schneeweiße Winterlandschaft konzipierte Sonderausstellung stellt 31 Strategien mit einem hohen Grad an Interaktivität vor und lässt den Besucher damit nicht nur bestaunen, sondern auch „begreifen“.

Die neue Sonderausstellung soll das Finale eines sehr erfolgreichen Jahres mit großem Besucherzuspruch und unzähligen interessanten Veranstaltungen, Exkursionen und sonstigen Aktionen markieren.

Fast 100.000 Besucher

„Bis jetzt wurden in der inatura in diesem Jahr rund 95.000 Besucher gezählt“, informiert Geschäftsführer Peter Schmid. „Vielleicht werden wir die 100.000er-Marke noch erreichen“, gibt er sich zuversichtlich. Im vergangenen Jahr wurden rund 104.000 Besucher verbucht.

Besonders bemerkenswert sei die große Nachfrage von Schulklassen nach museums­pädagogischen Programmen. „Das zeigt, dass das Museum im Bildungsbereich in Vorarlberg sehr wichtig ist“, will Swoboda betont wissen. Laut der inatura-Direktorin kommen 50 Prozent der Besucher aus Vorarlberg, 30 Prozent aus Deutschland, die verbleibenden 20 Prozent aus der Schweiz und Liechtenstein. Dass die inatura besonders auch bei Schlechtwetter ein attraktives Touristenprogramm ist, zeigte sich heuer etwa an einem verregneten Augusttag. „Mit 2400 Besuchern war das ein absoluter Spitzentag“, so Schmid.

Für das kommende Jahr sind wieder zwei Sonderausstellungen geplant: „Mechanische Tierwelt“ und „Kristallmagie“.

Bitte mehrere Bilder der neuen inatura-Sonderausstellung
Bitte mehrere Bilder der neuen inatura-Sonderausstellung „Überwintern – 31 großartige Strategien“

Die Sonderausstellung „Überwintern – 31 großartige Strategien“ wird bis April 2015 in der inatura gezeigt.