Zum Gedenken

Vorarlberg / 19.11.2014 • 18:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Amalia (Mali) Zech

Götzis. Jeder kannte die kleine zierliche Frau aus der Götzner Bahnhofstraße mit ihrem sympathischen und freundlichen Lächeln. Mit ihrem „Fabio“, so nannte sie das kleine Gefährt, das sie seit ihrem Schlaganfall 2007 vor sich herschob, ging sie einkaufen und besuchte, so lange sie konnte, ihren vor über zehn Jahren verstorbenen Kuno auf dem Friedhof. Über 50 Jahre ihres Lebens durften sie gemeinsam verbringen. Beide waren ein starkes Team und folgten immer der typischen Vorarlberger Devise „zeerscht spära, denn koafa“.

Einen hohen Stellenwert hatte Sohn Bernhard, den sie liebte und vergötterte. Sehr viel Freude, Hilfe und Unterstützung hatte Mama Mali auch durch Bernhards langjährige Partnerin Brigitte, die immer für sie da war und sie liebevoll umsorgte. Für ihre sieben Enkelkinder hatte Oma Mali jederzeit ein offenes Ohr und freute sich immer sehr über deren Besuche, ebenso wie dann später über die sechs Urenkel.

Mali liebte Besuch und hatte immer gerne Menschen um sich. Von ihrem jugendlichen Humor und den weisen und schelmischen Sprüchen konnte man viel fürs Leben mitnehmen.

Mali kannte sehr viele Leute, hatte nie ein Unwort, war immer höflich und freundlich zu jedem und ließ wirklich alle leben. Ihre zweite Heimat war das Walsertal, dort kannte sie Gott und die Welt und hatte immer viel zu erzählen. Bis zu ihrem letzten Atemzug dachte Mali immer zuerst an die anderen, dann erst an sich.

Die „Götzner Oma“ oder „Tante Mali“, wie sie liebevoll genannt wurde, ist nach einem Schlaganfall im 90. Lebensjahr sanft entschlafen.

Die Familie und alle, die Frau Mali Zech, kannten werden ihr herzliches und humorvolles Wesen sehr vermissen und sie als liebenswerten Menschen in Erinnerung behalten.