Protest gegen die Gewalt an Frauen

Vorarlberg / 25.11.2014 • 21:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die SPÖ-Frauen und Michael Ritsch bei ihrer Aktion auf dem Leutbühel in Bregenz am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.  Foto: Privat  
Die SPÖ-Frauen und Michael Ritsch bei ihrer Aktion auf dem Leutbühel in Bregenz am internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Foto: Privat  

SPÖ-Frauen machen auf Hilfseinrichtungen in ganz Vorarlberg aufmerksam.

BREGENZ. (VN-mip) Den internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen nützten die Vorarlberger SPÖ-Frauen, um auf Gewaltschutzstellen und Frauennotwohnungen im Land aufmerksam zu machen. Bei einer Aktion in Bregenz verteilten die Frauen um Landesfrauenvorsizende Olga Pircher Visitenkarten der Frauenhelpline. „Es ist wichtig, dass Mädchen und Frauen über ihre Rechte Bescheid wissen. Viele haben Angst, über ihre eigenen Erfahrungen zu sprechen. Sich mitzuteilen, kann der erste Schritt aus der Gewalt sein“, erklärt Pircher. Die freiheitliche Frauensprecherin Nicole Hosp meldete sich per Aussendung zu Wort und forderte null Toleranz bei Gewalttaten an Frauen: „Täter müssen mit der vollen Härte des Gesetzes zur Verantwortung gezogen werden.“

Die Gewaltschutzstelle Feldkirch betreute im Jahr 2013 ganze 713 Klientinnen. Die Polizei musste im selben Jahr 282 Wegweisungen aussprechen, was einem Betretungsverbot gleichkommt. Österreichweit betrug die Zahl 8306.

Im Jahr 1999 ernannten die Vereinten Nationen den 25. November zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Das Datum erinnert an einen Vorfall im Jahr 1960 in der Dominikanischen Republik. An diesem Tag wurden drei Schwestern ermordet, die sich für menschliche Arbeitsbedingungen von Frauen, das Recht auf Bildung und gerechte Löhne eingesetzt hatten.