Ein Netzwerk der Sozialarbeit

Vorarlberg / 26.11.2014 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dornbirn. (VN-mm) Schon 15 Jahre da, aber kaum einmal öffentlich in Erscheinung getreten: Das hat der Arbeitgeberverein für Sozial- und Gesundheitsorganisationen (AGV) jetzt geändert. In der ersten Medienkonferenz seit Gründung brachten sich die Vorstandsmitglieder namens des Vereins als engagierte Partner in der Sozialpolitik des Landes und der Gemeinden in Stellung. „Wir wollen Soziales gemeinsam gestalten und Netzwerke an Sozialarbeit bauen“, bekräftigte Obmann Christoph Hackspiel. Er betonte den hohen Einsatz der professionellen Einrichtungen für den sozialen Frieden im Land.

Dem AGV gehören derzeit 143 Organisationen mit rund 4500 Mitarbeitern an. Den jährlichen Umsatz bezifferte ifs-Geschäftsführer Stefan Allgäuer mit 400 Millionen Euro. „Der Sozialbereich ist also auch ein relevanter Wirtschaftsfaktor.“ Gleichzeitig bedauerte er, dass soziale Arbeit oft nur auf den Ausgabenfaktor reduziert werde. „Dabei bringt eine investierte Million 17 Arbeitsplätze.“

Ebenso wertvoll sind laut Studien Investitionen in Kinder und Jugendliche. Denn: „Ein Jugendlicher, der uns verloren geht, kostet zwei Millionen Euro“, verdeutlichte Allgäuer.Deshalb plädiert der AGV für eine umfassende Präventionsstrategie auf Landes- und Gemeindeebene. Als besondere Herausforderungen werden Investitionen in Familien, Kinder und Bildung gesehen. Auch die alternde Bevölkerung sowie die Armutsbekämpfung verlangen laut AGV nach konkreten Maßnahmen.