Zum Gedenken

Vorarlberg / 26.11.2014 • 18:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Erich Kaufmann

Bezau. Nach schwerer Krankheit, wohlvorbereitet auf den Tod, wurde Erich Kaufmann vom Schöpfer in den ewigen Frieden heimgeholt.

Erich wurde am 18. Juni 1928 in die Familie des Bauunternehmers Arthur und Emma Kaufmann, geb. Wüstner, in Bezau geboren. Er erlernte nach der Schule im väterlichen Betrieb das Maurerhandwerk.

Im Jänner 1945 wurde Erich zum Kriegsdienst eingezogen. Nach kurzer Ausbildung kam er in Stuttgart bei der Flugabwehrartillerie in den Einsatz und musste dort die schreckliche Bombardierung der Stadt miterleben. Am 25. April 1945 geriet er in Heilbronn in amerikanische Kriegsgefangenschaft und wurde in ein Lager bei Paris überstellt. Von dort durfte er am 8. November 1945, vom Hunger gezeichnet, in seine Heimat zurückkehren.

Nach dem Krieg arbeitete Erich im Betrieb seines Vaters und besuchte in den Wintermonaten die dreijährige Bauhandwerkerschule in Bregenz. 1956 legte er in Innsbruck die Baumeisterprüfung erfolgreich ab. Später übernahm er den Hoch- und Tiefbaubetrieb seines Vaters, den er bis zu seiner Pensionierung führte. Mehrere Lehrlinge und Meister wurden von Erich ausgebildet. Zeitweise fanden bis zu dreißig Arbeiter bei ihm Anstellung. Zahlreiche Bauten im Bregenzerwald und im Rheintal wurden unter seiner Führung erstellt.

1957 heiratete er Margarethe Meusburger vom Gasthof Sonne in Bezau, die ihm in glücklicher Ehe fünf Söhne schenkte. Erich war ein guter Familienvater und ermöglichte allen fünf Söhnen eine solide Berufsausbildung.

Nach dem Krieg trat Erich dem Kameradschaftsbund und dem Handwerkerverein bei. Bei der Bürgermusik spielte er 18 Jahre Schlagwerk und hat dort auch mehrere Jungmusikanten ausgebildet.

Pfarrer Armin Fleisch zelebrierte den Auferstehungsgottesdienst und zeichnete in seiner Predigt ein treffendes Lebensbild des Verstorbenen. Vizebürgermeister Johannes Batlogg sprach für den Handwerkerverein und Obstlt. Alwin Denz für den Kameradschaftsbund Worte des Dankes und des Abschieds. Mit der Melodie vom guten Kameraden, gespielt von einer Abordnung der Bürgermusik, fand die Verabschiedung einen erhabenen Abschluss.

Der Schöpfer möge ihm die ewige Ruhe schenken.