„Messepark wird sicher ein Thema“

Vorarlberg / 27.11.2014 • 20:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Alton ist die Spitzenkandidatin der Grünen in Dornbirn.  Foto: VN/ps
Alton ist die Spitzenkandidatin der Grünen in Dornbirn. Foto: VN/ps

Die frisch gekürte Spitzenkandidatin der Dornbirner Grünen, Juliane Alton, will die VP-Absolute brechen.

DORNBIRN. (VN-mip) Juliane Alton ist Obfrau der Grünen Bildungswerkstatt, verhandelte das Koalitionsprogramm auf Landesebene mit und stellt sich im März der Wahl zur Bürgermeisterin in Dornbirn. Gleichzeitig wird sie die grüne Liste anführen.

Ihre Partei gab am Mittwoch spät in der Nacht Ihre Wahl zur Spitzenkandidatin bekannt. War es eine harte Diskussion?

ALTON: Es war eine gute Diskussion mit einem offenen Ausgang. Es gab mehrere Bewerber, am Ende war das Ergebnis aber klar. Wir hatten eine faire und gute Auseinandersetzung, ohne offene Wunden.

Warum tun Sie sich das an?

ALTON: (lacht) Ich höre diese Frage nicht zum ersten Mal. Mich interessiert die Politik, ich engagiere mich gerne für meine Heimatgemeinde und glaube, dass ein neues grünes Team für Dornbirn sehr gut sein wird.

War die Veränderung konflikt­reich?

ALTON: Nein. Der Vorschlag, das Team zu verändern, kam von Martin Konzet selbst. Dann habe ich gesagt: Super, da bewerbe ich mich.

Was ändert sich, ganz vorne an der Spitze?

ALTON: Projekte können schneller realisiert werden.

Was zum Beispiel?

ALTON: Zum Beispiel beim Verkehr. Dornbirn hat viel zu viele Verkehrstote, zum Beispiel weil die Radwege zu unsicher sind. Das könnte man gleich ändern und die Bevölkerung würde es sofort merken.

Der Verkehr wird wahrscheinlich auch Wahlkampfthema sein?

ALTON: Ja. Beim Radfahreranteil hinken wir hinterher, es wird prozentual zu viel Geld in Autoinfrastrukturprojekte gesteckt.

Welche Themen erwarten Sie noch?

ALTON: Der Messepark wird sicher zum Thema. Schon allein, weil sich die Bürgermeisterin noch nicht deklariert hat. Das Land hat bereits Stellung bezogen. Wir haben ebenfalls gesagt, dass wir gegen eine Erweiterung der Verkaufsfläche sind. Die Bürgermeisterin hat noch nichts dazu gesagt.

Welches Ziel haben Sie sich für den Wahlkampf gesetzt?

ALTON: Wir wollen natürlich die VP-Absolute brechen. Aber das will jede Oppositionspartei. Das Problem jetzt ist, dass die ÖVP mit 52 Prozent der Stimmen 100 Prozent der öffentlichen Kommunikation bestimmt, zum Beispiel im Gemeindeblatt. Außerdem wollen wir sechs Mandate und zwei Stadträte erreichen.

Sehen Sie die Regierungsbeteiligung im Land als Nachteil?

ALTON: Nein, als Vorteil. Wir haben Rückenwind und die Regierung macht ihre Sache bisher gut.

Zur Person

Juliane Alton

Geboren: am 2. April 1966

Familie: verheiratet, drei Kinder

Andere Tätigkeiten: Geschäftsführung IG Kultur Vorarlberg, Obfrau Grüne Bildungswerkstatt