Qualitätsmessungen in den Krankenhäusern

Vorarlberg / 27.11.2014 • 20:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Jeder neue Arzt muss nun gewisse Öffnungszeiten übernehmen“, so GKK-Obmann Manfred Brunner.
„Jeder neue Arzt muss nun gewisse Öffnungszeiten übernehmen“, so GKK-Obmann Manfred Brunner.

Auch Aufnahmemanagement für alte und Menschen mit Demenz soll kommen.

Schwarzach. (VN-mm) Zumindest auf Landesebene geht bei der Umsetzung der Gesundheitsreform einiges voran. So wurden in den Krankenhäusern die bestehenden Ambulanzstrukturen erhoben, und die Ärztekammer ließ die Öffnungszeiten der Ordinationen im niedergelassenen Bereich erheben. Aus Letzterem resultierten geänderte Ausschreibungskriterien. „Jeder neue Arzt muss nun gewisse Öffnungszeiten übernehmen, das ist vertraglich geregelt worden“, erläutert der Obmann der Gebietskrankenkasse (GKK), Manfred Brunner, ein Ergebnis der Landeszielsteuerungskommission.

In den Landeskrankenhäusern laufen derzeit Qualitätsmessungen. Erste Ergebnisse aus einzelnen Abteilungen liegen laut Gesundheitslandesrat Christian Bernhard bereits vor. Sie würden jetzt in den Häusern besprochen.

Transparenz schaffen

Als Endziel dieser Maßnahme steht die Veröffentlichung solcher Kennzahlen, um Transparenz für die Patienten zu schaffen. „Die Aufarbeitung der Daten muss jedoch so gut sein, dass es zu keinen Fehlinterpretationen kommt“, sagt Bernhard.

Im Arbeitsprogramm der Landeszielsteuerungskommission für 2015 verankert ist außerdem die Erstellung eines Aufnahmemanagements für die Spitäler. Es soll nach den gleichen Regeln wie das Entlassungsmanagement funktionieren und das Prozedere speziell für alte und Menschen mit Demenz erleichtern. „Es wird künftig auch bei der Aufnahme einheitliche Qualitätskriterien geben“, verspricht der Gesundheitslandesrat. Der Mangel daran war immer wieder einmal Grund für politische Diskussionen.

Abgesegnet hat die Landeszielsteuerungskommission auch die Weiterführung des von der GKK angebotenen ambulanten Diabetesprogramms. Ebenfalls bestehen bleibt die mobile Bauchfelldialyse. Sie macht es Nierenpatienten möglich, die Blutwäsche zu Hause durchzuführen.