Haschisch und Frauenpower

Vorarlberg / 28.11.2014 • 19:34 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stieg zur Chefin der Gebarungskontrolle auf: Uta Illenberger.
Stieg zur Chefin der Gebarungskontrolle auf: Uta Illenberger.

Ressortgeplänkel. Agrarlandesrat Erich Schwärzler (ÖVP, 60) hat in der neuen Regierung die Umweltagenden an Landesrat Johannes Rauch (Grüne, 55) abgegeben. Bei der Planung der Pressetermine kamen sich die beiden nun erstmals in die Quere. Zunächst wollten die Grünen in der Sennerei Schnifis über eine EU-Verordnung informieren. Tags zuvor schickte Schwärzler eine Aussendung. Thema: Sennerei Schnifis und die EU-Verordnung. Die Grünen änderten in der Folge ad hoc den Ort und luden nach Lustenau, Klubchef Adi Gross (52) soll nicht gerade erfreut reagiert haben.

 

PERSONALROCHADEN. Die neuen Landesräte haben ihre Referenten gefunden. Am Montag startet Hannes Metzler (38) als Assistent von Johannes Rauch (55). Verstärkung bekommt er von Astrid Felsner (34), die bisher im Grünen- Klub tätig war. Dort befindet man sich auf der Suche nach einem Nachfolger, derzeit laufen die Gespräche. Referentin von Katharina Wiesflecker (50) wird Tanja Kopf (47), die als einstige IfS-Mitarbeiterin Erfahrung im Sozialbereich mitbringt. Frauenpower auch in der Landes-Gebarungskontrolle: Uta Illenberger (46) beerbt Barbara Kubesch (49) als Leiterin und Kubesch steigt zur Chefin der Finanzabteilung auf.

 

Cannabis. Ob Rauchschwaden aus dem schwarzen Landtagsklub entwichen, ist nicht verbürgt. Sicher ist hingegen, dass sich die Granden der Volkspartei gestern einem besonderen Thema widmeten, dem sich die Partei bisher gänzlich verweigert hat: „Umgang mit Cannabis – Aktuelle Situation und mögliche zukünftige Wege“, war ein wichtiger Punkt, den Klubchef Roland Frühstück (56) auf die Tagesordnung setzte. Ob das Ganze „in der Praxis ausgetestet“ wurde, war von Klubdirektor Albert Hofer (57) nicht zu erfahren. Das Thema Haschisch lässt sich freilich auch „parteipolitisch“ beäugen: Für die Schwarzen wäre Haschisch der Sorte „Schwarzer Afghane“ die richtige Wahl, Genossen dürften sich an den „Roten Libanesen“ halten und marokkanischem Haschisch werden „grüne Reflexe“ nachgesagt.

 

Ein Lächeln. Nach der Wahl ist vor der Wahl: In den Kommunen rüstet man sich für die Gemeindewahl 2015. Auch in Bludenz. Dort übt sich VP-Stadtchef Mandi Katzenmayer (63) als Sympathieträger und ließ sich lächelnd mit einer in Weihnachtspapier gehüllten Parkgebührsäule ablichten. Der Grund: an den Weihnachtswochenenden dürfen Stadtbesucher ihre Autos zwischen Freitag, 12 Uhr und Samstagabend, gratis parken.

Abfuhr. LH Markus Wallner (47) gilt nicht als Politiker, der Blitzlichter und Schreibblöcke scheut. Vorausgesetzt: Es dient zur Imagepflege. Gerne bietet er sich Medien auch von sich aus für Stellungnahmen an. Doch je nach Thema verhält er sich jetzt bemerkenswert defensiv. Im Zusammenhang mit dem heiklen Komplex Riedstraßenprojekt mit seiner finanziellen Dimension von einer Milliarde Euro lehnte Wallner als Landeshauptmann und Finanzreferent jedoch ein VN-Interview glatt ab und verwies auf Statthalter Karlheinz Rüdisser (59).

Lädt an Wochenenden zum Gratis­parken: Stadtchef Katzenmayer.
Lädt an Wochenenden zum Gratis­parken: Stadtchef Katzenmayer.
Lädt an Wochenenden zum Gratisparken: Stadtchef Katzenmayer.
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Stieg zur Chefin der Gebarungskontrolle auf: Illenberger.
Stieg zur Chefin der Gebarungskontrolle auf: Illenberger.

Zitate der Woche

Es gibt naturgemäß in allen Berufen gute und schlechte Momente.

Michael Domig, Bürgermeister, Brand, im VN-Interview

Ich bin mein Leben lang authentisch.

Hansi Hinterseer, Schlagerstar

Als Politiker kann man nicht zu allem Ja und Amen sagen.

Bertram Luger, Bürgermeister, Stallehr, im VN-Interview

 

Wir sind grundsätzlich keine Spendenwaschmaschine.

Georg Kapsch, IV-Präsident

 Eine SPÖ, die davon redet, dass sie geschlossen sein muss, wird bald geschlossen sein.

Ferdinand Lacina, Alt-Finanzminister, SP

 

Ich will nicht mit Frank brechen und die Mehrheit im Klub auch nicht.

Robert Lugar, Team Stronach