Debatte um Lecher Dorfentwicklungskonzept

Vorarlberg / 07.12.2014 • 20:12 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 11. Jänner 2014.
VN-Bericht vom 11. Jänner 2014.

Entwurf für neues Räumliches Entwicklungskonzept von Lech entfacht Diskussion.

Lech. (VN-tw) „Lech soll Dorf bleiben“ lautet der Titel eines überarbeiteten Räumlichen Entwicklungskonzeptes (REK) für die Tourismusmetropole Lech. Das rund 70 Seiten umfassende Papier liegt noch bis 17. Dezember im Rathaus von Lech auf. Bürger können das Konzept dort einsehen und auch Einwände einbringen. Gewichtige Punkte in dem Entwurf: Die Anzahl von derzeit 8000 Gästebetten wird auf 10.000 und der Anteil der Ferienwohnungen auf 15 Prozent beschränkt. Auch die Limitierung der Tagesgäste auf 14.000 Personen und Einschränkungen im Hinblick die Baunutzungszahlen sind darin enthalten.

„Bürger sind mit einbezogen“

Das Konzept stamme aus dem Jahr 2002, sei entsprechend überarbeitet und als Entwurf im Rathaus von allen Gemeindevertretern befürwortet worden, betont Bürgermeister Ludwig Muxel. Darüber hinaus seien die Bürger im Rahmen von Informationsabenden bereits mehrfach mit einbezogen worden. Auch jetzt bestehe die Möglichkeit, Änderungswünsche zu deponieren. „Allein an Parzellengesprächen haben sich 120 Lecher Bürger beteiligt.“ Kritik an dem Papier, wonach laut Hotelier Gerold Schneider die Wohnsituation junger Lecher und die der Mitarbeiter zu wenig Berücksichtung finde oder das Konzept von oben verordnet sei, lässt Muxel so nicht gelten.

„Wann ist genug genug?“

„Wir haben in den letzten Jahren 50 neue Wohnungen gemeinsam mit der VOGEWOSI errichtet, und es werden weitere Projekte folgen“, verspricht Muxel. Das Ganze sei nicht von oben verordnet, sondern in kleinen Arbeitsgruppen sowie im Markenprozess erarbeitet, diskutiert und in einer großen Bürgerversammlung in der Postgarage vorgestellt worden, meint Hotelier Stefan Muxel, der über Jahre als Gemeindevertreter tätig war.
Lech bekenne sich zum Qualitätstourismus, auch mit Einschränkungen für jeden Einzelnen. Land und Ressourcen würden nämlich nicht mehr werden. Es gelte, sich auch die Frage zu stellen: „Wann ist genug genug?“.

Der vorliegende Entwurf wurde einstimmig beschlossen.

Ludwig Muxel, Bürgermeister