Merkblätter über bedrohte Tiere und Pflanzen im Land

Vorarlberg / 12.12.2014 • 19:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Eines von insgesamt 16 Merkblättern ist dem Kiebitz gewidmet. Foto: VN
Eines von insgesamt
16 Merkblättern ist
dem Kiebitz gewidmet.
Foto: VN

„Klein, aber oho!“: Das Land Vorarlberg präsentiert 16 Informationsbroschüren.

Dornbirn. Beim weltweiten Artenschwund und Biodiversitätsverlust stellt auch Vorarlberg keine Ausnahme dar: So sind hierzulande etwa elf von 177 heimischen Brutvogelarten ausgestorben, 16 vom Aussterben bedroht, sechs Brutvogelarten stark gefährdet sowie 22 gefährdet, wie Umweltlandesrat Johannes Rauch gestern in der inatura vor Augen führte. Von den zwölf in Vorarlberg heimischen Amphibienarten sind vier stark gefährdet (Kammmolch, Teichmolch, Laubfrosch und Gelbbauchunke), eine Art gefährdet (Kleiner Wasserfrosch), sowie fünf weitere Arten in der Kategorie „Gefährdung droht“ eingestuft.

Eine Auswahl an in Vorarlberg stark gefährdeten Arten wird nun in von Fachleuten im Auftrag des Landes erstellten Merkblättern vorgestellt. Neben einer Beschreibung ihrer Lebensweise enthalten die Merkblätter auch die richtigen Maßnahmen zum Schutz der Tiere und Pflanzen. „Die Welt kann ganz gut ohne Menschen auskommen, wir aber nicht ohne die Erde“, unterstreicht Johannes Rauch die Bedeutung des Tier- und Artenschutzes. „Daher müssen sich wirtschaftliche und Umweltinteressen gleichberechtigt gegenüberstehen. Als wichtiger Schritt ist es daher notwendig, ein Bewusstsein bei Kindern, Jugendlichen, Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Gemeinden dafür zu schaffen, dass wir unsere bedrohte Tier- und Pflanzenwelt schützen müssen“, führt der Landesrat aus.

16 Merkblätter

Die Merkblattserie „Klein, aber oho!“ des Landes Vorarlberg soll anhand ausgewählter Beispiele zeigen, wie interessant und schön – und eben auch bedroht – unsere Umwelt sein kann. „Für uns als leidenschaftliche Vermittler sind solche Unterlagen wahre Schätze“, betont Ruth Swodoba, naturwissenschaftliche Direktorin der inatura. „Es geht darum, Naturwissen als Bereicherung weiterzugeben. Und darum, etwas in der Natur zu erkennen und etwas über seine Heimat zu erzählen. Denn nur, was ich erkenne und schätze, kann ich in weiterer Folge auch schützen“, sagt Swoboda. Insgesamt 16 Merkblätter über einzelne bedrohte Tier- und Pflanzenarten wurden bisher aufgelegt.

Einfache Maßnahmen

Eine dieser Informationsbroschüren wurde etwa dem Kiebitz gewidmet: Ursprünglich ist der Kiebitz (Vanellus vanellus) in Vorarlberg ein Charaktervogel gehölzarmer Streuwiesen mit hohem Grundwasserstand. Heute brüten die weitaus meisten Paare dagegen auf Äckern und in binsenreichen Nasswiesen. Maisäcker, die zu Beginn der Brutzeit brachliegen, spielen die wichtigste Rolle als Brutplatz. Allerdings werden das Aufbereiten des Ackers und die Einsaat für das Kiebitzgelege zum Problem. Durch einfache Maßnahmen können Gelege und Kükenverluste vermieden werden: Diese sind beispielsweise das Umfahren der Kiebitzgelege, langsam und immer in derselben Fahrspur zu fahren oder wenn die Gelege kurz vor dem Schlüpfen stehen, die Bewirtschaftung um zwei Tage zu verschieben.

Nur was ich erkenne und schätze, kann ich auch schützen.

Ruth Swoboda

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Die Merkblätter können unter umweltschutz@vorarlberg.at oder bei der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz des Amtes der Vorarlberger Landesregierung per Tel. 05574/511-24505 bezogen werden und liegen bei der inatura Dornbirn auf. www.vorarlberg.at/naturvielfalt