Kurvenreiche Ebniterstraße kostet enorm viel Geld

18.12.2014 • 18:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ebniterstraße ist immer wieder für Überraschungen gut. Foto: STD
Ebniterstraße ist immer wieder für Überraschungen gut. Foto: STD

In den vergangenen zehn Jahren wurden drei Brücken gebaut. Bauprogramm geht nächstes Jahr weiter.

Dornbirn. (ha) Vor mehr als 90 Jahren wurde die Ebniterstraße gebaut, auch um die Zukunft der kleinen Walsergemeinde in 1000 Meter Seehöhe zu sichern. In der Folge wurde die kurvenreiche Straße, die teilweise durch eine atemberaubende Landschaft führt, Schritt für Schritt ausgebaut und sicherer gemacht. Allein in den letzten zehn Jahren wurden drei Brücken erneuert. Darunter die Rappenlochbrücke, die im Mai 2011 von einem massiven Felssturz in die Tiefe gerissen wurde.

Nun ist die Alpriesebrücke an der Reihe. Sie wurde 1959 erneuert und befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Anstatt das Bauwerk zu sanieren, entschied sich der Tiefbauausschuss auch aus Kostengründen für einen Neubau, so der zuständige Stadtrat Gebhard Greber (59). Die Kosten werden mit 134.000 Euro angegeben. Am Dienstag beschloss der Stadtrat die Vergabe der Baumeisterarbeiten.

Baustart im kommenden April

Die Bauarbeiten sollen im April 2015 starten und rund vier Monate dauern. Um die Verbindung ins Ebnit aufrechtzuerhalten, wird mittels einer Rohrfurt eine örtliche Umfahrung der Baustelle geschaffen. Das nächste Vorhaben ist der Neubau der Kohlhaldenbrücke. Ende 2015 soll ein baureifes Projekt vorliegen, 2016 wird gebaut. „Die hohen Summen für die Brückenneubauten sind ein klares Bekenntnis der Stadt zu einer guten Entwicklung der Bergparzelle Ebnit“, will Greber bei der Ebniterstraße nicht sparen.

„Fass ohne Boden“

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (45) weiß, dass das rund sechs Kilometer lange Straßenstück mit vielen Brücken, Steinschlagschutzbauten, Gräben und Tunnels ein „Fass ohne Boden“ ist und die Erhaltung deshalb immer wieder einen tiefen Griff in die Stadtkasse erfordert. Grund genug, mit dem Land über eine Mitfinanzierung zu verhandeln. Die Stadtchefin freut sich über ein für Dornbirn gutes Ergebnis: 25 Prozent der Kosten für Bauarbeiten an der Ebniterstraße übernimmt in Zukunft das Land.

Ebniterstraße ist immer wieder für Überraschungen gut.  Foto: STD
Ebniterstraße ist immer wieder für Überraschungen gut. Foto: STD