Zwei Verbände unter einem Dach

Vorarlberg / 20.01.2015 • 19:53 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Rote Kreuz ist stets einsatzbereit.

Das Rote Kreuz ist stets einsatzbereit.

Das Rote Kreuz und der Samariterbund bezogen in Feldkirch ihren neuen Standort.

feldkirch. (etu) Zwei Rettungsverbände unter einem Dach: in Österreich noch nie dagewesen, in Feldkirch seit Kurzem Realität. Eineinhalb Jahre wurde an der neuen Rettungszentrale in der Reichsstraße gebaut. Diese beherbergt künftig nicht nur die Mitarbeiter des Roten Kreuzes (RK), sondern auch jene des Arbeiter-Samariterbunds (ASB), die sich zuvor auf drei Standorte (LKH Feldkirch, Industriepark Runa und das Gebäude des Samariterbunds) aufteilten. Nach einem kurzen Probebetrieb im Dezember zogen rund 250 Mitarbeiter in das dreistöckige Haus. Die Gesamtkosten für das Projekt betrugen 5,4 Millionen Euro.

Gemeinsame Ziele

Die gemeinsamen Ziele der beiden Rettungsverbände waren laut Rotkreuz-Kommandant Gerhard Kräutler einer der Hauptgründe, die für einen gemeinsame Zentrale sprachen. Der neue Standort in der Reichsstraße wurde vor allem aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage gewählt. Das Versorgungsgebiet der dort stationierten Sanitäter erstreckt sich von Nenzing bis Klaus. Rund 70.000 Menschen leben dort. Auch Mario Mathies, Dienststellenleiter des Samariterbundes, blickt optimistisch in die gemeinsame Zukunft: „Die neuen Synergien werden genutzt, um gemeinsam Ziele ganz im Interesse der Patienten zu verfolgen.“

Zukunftsorientiert

Auf einer Nutzfläche von 2700 Quadratmetern wurden 20 Fahrzeuge, 60 Autoreifen, knapp 160 Kilogramm Verbandsmaterial sowie 100 Kilogramm Desinfektions- und Putzmittel verstaut. „Die neue Zentrale haben wir zukunftsorientiert geplant“, erklärt Kräutler. So wurde beispielsweise darauf geachtet, Einrichtung und Materialien möglichst von regionalen Herstellern zu verwenden. Die Glasplatten der Durchgänge sowie die nötigen Wärmedecken wurden in Vorarlberg eingekauft. Den Verbänden war es auch wichtig, bereits für den Bau heimische Firmen zu gewinnen. Gerd Wagner (i+R Gruppe) und Gerhard Berger (Berger Projektmanagement) übernahmen die Projektleitung, Gunter Wratzfeld die Planung des Gebäudes. Das Nenzinger Bauunternehmen Tomaselli Gabriel Bau war für die Umsetzung zuständig.

Zwei Verbände, die nicht nur ein gemeinsames Ziel, sondern nun auch einen gemeinsamen Standort haben. Fotos: etu  

Zwei Verbände, die nicht nur ein gemeinsames Ziel, sondern nun auch einen gemeinsamen Standort haben. Fotos: etu