Weichenstellung für neue Zuggarnituren im Land

27.01.2015 • 19:30 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
LH Markus Wallner
LH Markus Wallner

Erste Gespräche positiv verlaufen. Jetzt beginnen konkrete Verhandlungen mit den ÖBB.

Schwarzach. Bis zum Frühling soll die Entscheidung gefallen sein. Die Weichen für den Umstieg auf neue Züge im Nahverkehr sind aber bereits gestellt. Erste Gespräche zwischen Land Vorarlberg und den ÖBB seien sehr positiv verlaufen, bestätigt Landeshauptmann Markus Wallner gestern gegenüber den VN. Sowohl Bahnchef Christian Kern als auch er hätten grünes Licht für die Aufnahme von konkreten Verhandlungen gegeben. „Die Voraussetzungen für eine Einigung sind sehr gut“, ist Wallner optimistisch.

Konkret geht es um die Finanzierung des neuen Nahverkehrszugs Cityjet, der den Talent ablösen soll. 22 davon sollen in Vorarlberg angeschafft werden. „Vereinbart wurde, dass bis Ende Februar die ÖBB mit einem mit dem Bund abgestimmten Finanzierungsvorschlag auf das Land zukommen“, erklärt Landeshauptmann Wallner. Danach sollen die Verhandlungen rasch abgeschlossen werden.

Konkrete Zahlen zu den Kosten gibt es nicht. Die bisher für die Bundesländer Wien, Niederösterreich, Oberösterreich sowie die Steiermark bestellten Züge kosten je knapp 60 Millionen Euro. Die geplanten Zuggarnituren für Vorarlberg wären jedoch länger (vierteilig statt dreiteilig) und würden mit 320 Sitzplätzen entsprechend größere Kapazitäten bieten.

Mehr Kapazitäten schaffen

Der öffentliche Nahverkehr im Land boomt. Immer mehr Menschen steigen auf Bus und Bahn um. Zu den Spitzenzeiten werden die Kapazitäten bereits eng. „Eines unserer vorrangigen Ziele ist es deshalb, die Beförderungskapazitäten zu erhöhen“, sagt Wallner. Die neuen Zuggarnituren, die ab Mitte 2018 erhältlich wären, haben im Land deshalb Priorität. „Wir sind der Meinung, dass wir den Schritt machen müssen“, spricht der Landeshauptmann den Konsens innerhalb der Landesregierung an. Man habe jedenfalls das Ziel, dies noch in dieser Legislaturperiode zu erledigen.

Komfortzug in Rot-Weiß-Rot

Vordergründig geht es bei den neuen Zuggarnituren um eine Kapazitätsverbesserung. Gleichzeitig setze der Cityjet aber auch neue Maßstäbe in Sachen Komfort, heißt es seitens der ÖBB. „Der Zug ist vollklimatisiert und verfügt über Komfortsitze“, erklärt ÖBB-Sprecher René Zumtobel. So seien die Sitze verstellbar, es gebe Fußaufleger und Kopfstützen sowie Steckdosen und W-LAN für Internetzugang in den Zügen. Zudem sei der für Vorarlberg vorgesehene Cityjet auch für den Einsatz in Deutschland und der Schweiz tauglich, um auch über Lindau und St. Margrethen hinaus eingesetzt werden zu können.