Der perfekte Tag, um Skifahren zu lernen

Vorarlberg / 11.02.2015 • 20:44 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die „Cruiser“ von Oberlose mit ihrer Skilehrerin Marietta. Das Skierlebnis könnte nicht schöner sein. Fotos: VN/Steurer
Die „Cruiser“ von Oberlose mit ihrer Skilehrerin Marietta. Das Skierlebnis könnte nicht schöner sein. Fotos: VN/Steurer

Durch den Nebel mitten hinein ins Wintermärchen. In den Bergen ist es kitschig schön.

Bödele. Kurz vor Rickatschwende ist Schluss mit der Nebelsuppe. Die Sonne legt eine Traumlandschaft frei: Schnee, blauer Himmel, milde Temperaturen. Am Bödele bereiten sich die Kinder der örtlichen Skischule beim Berghof Fetz auf ihre Nachmittagseinheit vor. Skischulleiterin Marika Berchtold (50) und ihr Sohn Joe (25) marschieren mit den Skiknirpsen und -häschen zum Oberlose-Lift. „Die beste Vorübung fürs Skifahren. Die Kinder kommen aufgewärmt an“, weiß Joe. 

Die Liftpremiere

Dabei sind heute auch die „Cruiser“ dabei. Sie sind die Anfänger. Zwei Tage lang machten sie ihre ersten Meter auf den kleinen Skiern im Kinderland beim Rodelhügel. „Aber jetzt sind sie so weit. Zum ersten Mal werden sie mit einem Skilift fahren“, verrät Marika Berchtold, was jetzt kommt. Beim Oberlose-Lift ist die Hölle los. Das Kaiserwetter hat viele Familien angelockt, es herrscht reges Treiben.

Der Slalomfahrer

Nicht alle der „Cruiser“ sind völlig cool. Amaja etwa fühlt sich gar nicht wohl. Sie möchte nicht sprechen und teilt die Freude ihrer Kolleginnen und Kollegen im Moment nicht. Sie kann noch nicht erahnen, wie spielend leicht sie ihre erste Liftfahrt bald absolvieren wird. Hannes und Anna-Lena sind da schon anders drauf. Auch Fabian. Der siebenjährige Lauteracher ist euphorisiert. „Mir taugt das Skifahren wahnsinnig“, lässt er wissen. Am liebsten fahre er Slalom. Und das am dritten Tag, an dem er auf Skiern steht.

Es geht alles gut

Bevor sich die Kinder mit dem Kinderbügel nach oben ziehen lassen, wird geübt. Wie den Bügel fassen? Wie sich verhalten, wenn der Lift sie nach oben auf den Hügel zieht? Das alles will gelernt sein. Die Skilehrer demonstrieren ihnen, wie’s geht. Es folgt eine Kurzübung. Gleich danach kommt der große Moment. Die Gruppe trippelt zum Lift. Dort ist Phil der Erste. Man legt ihm den Kinderbügel an – und schon geht’s hinauf. Phil hat überhaupt kein Problem. Auch Sophie stellt sich sehr geschickt an. Sie jauchzt vor Vergnügen, während sie nach oben entschwindet. „Es kann bei Anfängern auch mal anders sein“, erzählt Marika Berchtold. Doch ihre jetzigen „Cruiser“ beweisen nicht nur beim Liftfahren: Sie sind schon nach nur zwei Tagen auf Skiern so sicher, dass es eine Freude ist. Der Prospekt hat nicht zu viel versprochen: „Nach nur vier Stunden Unterricht kann ihr Kind Ski fahren“, heißt es dort.

Keine Angst, nur Spaß. Zum ersten Mal lässt sich diese
Keine Angst, nur Spaß. Zum ersten Mal lässt sich diese „Cruiserin“ mit einem Lift den Berg hinaufziehen.
Volle Konzentration bei den ersten Bögle.
Volle Konzentration bei den ersten Bögle.