Räuberpärchen muss für fünf Jahre hinter Gitter

Vorarlberg / 17.03.2015 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 29. Jänner 2015.
VN-Bericht vom 29. Jänner 2015.

Kokainabhängige Jungeltern raubten gemeinsam Taxilenker aus und müssen nun hinter Gitter.

Feldkirch. (ec) Zunächst dachte sich der Taxilenker nichts dabei, als er im Jänner dieses Jahres die 22-jährige Frau von Hard nach Lustenau chauffierte. Am vermeintlichen Ziel angekommen hielt er an, da riss plötzlich der Komplize, mit dem die Frau ein gemeinsames Kind hat, die Tür auf. Die Frau hielt dem Chaffeur ein Messer vor, der Bursch forderte, die Geldtasche auf den Boden zu werfen. Danach fixierte der Räuber den Lenker mit Handschellen am Lenkrad. Die beiden Räuber flüchteten. Den Pass des Fahrers versuchten sie zu verbrennen.

Mit den erbeuteten 490 Euro Beute kauften die beiden Drogenabhängigen sofort wieder Kokain und konsumierten es auch. Wenig später wurden sie geschnappt. Vor dem Schöffensenat erzählte der Bursch, wie ihm seine Mutter bereits am Tag vor dem Überfall 300 Euro gegeben hatte. Doch das Geld war im Nu weg und so kam ihm die Idee mit dem Raubüberfall. Die Mutter seines kleinen Sohnes nahm zur Sicherheit neben dem Messer noch einen Pfefferspray mit, die beiden brauchten unbedingt Geld für weiteres Kokain, erklärt Verteidiger Stefan Wirth.

Genau geplant

Die zwei hatten ihren Überfall genau geplant. Sie hatten sogar Benzin besorgt, um danach ihre Kleider zu verbrennen. Beide sind einschlägig vorbestraft. Vor dem Überfall war die Frau, die sich das Taxi bestellt hatte, bei einer Tankstelle von einer Videokamera gefilmt worden. Ein Umstand, der ihr nicht zum Vorteil gereichen sollte. Der Senat befand bei einem Strafrahmen von fünf bis 15 Jahren fünf Jahre für angemessen. Das Urteil ist allerdings nicht rechtskräftig.