Auch ohne Absolute: Martin Ruepp bleibt Vize

Vorarlberg / 09.04.2015 • 22:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Konstituierende Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung brachte kaum Überraschungen. Foto: VN/Steurer  
Die Konstituierende Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung brachte kaum Überraschungen. Foto: VN/Steurer  

Dornbirn trotz deutlicher Verluste bei den Gemeindewahlen eine schwarze Hochburg.

Dornbirn. (ha) Überraschungen gab es bei der konstituierenden Sitzung der neu gewählten Stadtvertretung gestern Abend keine: Bereits im ersten Wahlgang der Vizebürgermeisterwahl fiel die Entscheidung zugunsten von Martin Ruepp aus: Er bleibt weitere fünf Jahre Stellvertreter von Andrea Kaufmann. Das Nachsehen hatten SP-Stadtparteiobmann Gebhard Greber und Juliane Alton von den Grünen. Die FPÖ schickte keinen Kandidaten ins Rennen und überließ der Fraktion ihr Abstimmungsverhalten.

Und es dürften tatsächlich die Stimmen der Freiheitlichen gewesen sein, die Ruepp bereits im ersten Wahlhang zur Wiederwahl als Vize verhalfen. Für ihn votierten 19 der 36 Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter, obwohl die ÖVP nur noch über 16 Sitze im Stadtparlament verfügt. Gebhard Greber, langjähriger Chef der Sozialdemokraten, hätte sich erwartet, dass die SPÖ als zweitstärkste Fraktion den Vize stellt, auch weil er bei den Gemeindewahlen nach der Stadtchefin die meisten Vorzugsstimmen für sich verbuchen konnte. Er kam gestern auf zwölf Stimmen, Juliane Alton von den Grünen wählten fünf Mitglieder der Stadtvertretung.

Festgelegt wurde gestern Abend auch die Zahl der Mitglieder des Stadtrates. Hier bleibt alles wie es war: Die ÖVP erhält fünf Sitze, zwei entfallen auf die SPÖ, die Freiheitlichen und die Grünen bekommen je einen Sitz in der Stadtregierung.

Für die Grünen eine ungerechte Verteilung, da die Volkspartei trotz des Verlustes der absoluten Mehrheit in der Stadtvertretung im Stadtrat weiterhin über fünf der insgesamt neun Sitze verfügt und somit allein Beschlüsse fassen kann. Die Forderung von Juliane Alton, den Stadtrat von neun auf acht Mitglieder zu verkleinern, um das Kräfteverhältnis zugunsten von SPÖ, FPÖ und Grünen zu verschieben, wurde mehrheitlich abgelehnt.

SP-Chef Greber kann sich eine Reduzierung nicht vorstellen, da die Stadtratsmitglieder jetzt schon mit Arbeit überlastet seien. „Allerdings entspricht die Verteilung der Sitze in der Stadtregierung nicht dem Wahlergebnis“, wünscht sich Greber bei der Aufteilung der Mandate ein gerechteres Verfahren.

Nur ein neuer Name

Neu im Stadtrat ist Juliane Alton von den Grünen, Nachfolgerin von Martin Konzet, der sich in die zweite Reihe zurückgezogen hat. Keine Änderung gab es bei den anderen Parteien: Die ÖVP ist mit Bürgermeisterin Andrea Kaufmann, Vizebürgermeister Martin Ruepp, Josef Moosbrugger, Marie-Louise Hinterauer und Guntram Mäser in der Stadtregierung vertreten, die SPÖ mit Gebhard Greber und Werner Posch, den Sitz der Freiheitlichen behält Walter Schönbeck.

Die konstituierende Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung brachte kaum Überraschungen. Foto: VN/Steurer  
Die konstituierende Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung brachte kaum Überraschungen. Foto: VN/Steurer