Neuer Glanz für Nepomukbrunnen

Vorarlberg / 12.05.2015 • 20:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Nepomuk-Skulptur stammt aus dem Jahr 1735.
Die Nepomuk-Skulptur stammt aus dem Jahr 1735.

Kanal- und Sanierungsarbeiten in der Bludenzer Innenstadt schreiten zügig voran.

Bludenz. (VN-sas) Das Projekt Kanalerneuerung und Neugestaltung der Oberfläche in der Bludenzer Innenstadt läuft auf Hochtouren. In das Großprojekt werden insgesamt fünf Millionen Euro investiert. Die Arbeiten sollen bis Sommer 2017 fertiggestellt sein. Aktuell sind die Arbeiter in der oberen Mühlgasse zugange. Schreiten die Arbeiten planmäßig voran, soll diese Etappe Ende Mai abgeschlossen werden. Die Bauarbeiten im „Höfle“ werden Mitte Juni finalisiert.

Rund 70.000 Euro

Mitte September startet die Bauetappe in der Rathausgasse, im Zuge dessen wird auch der geschichtsträchtige Nepomukbrunnen restauriert. „Die aus dem Jahr 1735 stammende Skulptur wird abgetragen und in einer Steinmetzwerkstätte gereinigt, gebürstet und renoviert“, informiert Stefan Kirisits, Pressesprecher der Stadt. 70.000 Euro werden investiert. Gekostet hat der Brunnen die Stadt übrigens 26 Gulden. Für diese Summe verpflichtete sich im Februar 1735 der aus Kappl, Tirol, stammende Bildhauer Johann Ladner, das Angesicht, die Hände und das Kruzifix der Johannes-von-Nepomuk-Skulptur selbst zu schleifen.

1944 schwer beschädigt

Seitdem wurde der achteckige Stadtbrunnen mehrfach restauriert: Im Jahr 1885 erfolgte die erste umfangreiche Renovierung der Brunnenanlage. Zu Ostern 1944 stürzte die Figur Berichten zufolge vom Sockel und wurde dabei schwer beschädigt. Die letzte Restaurierung der Statue erfolgte 1973 durch den Bildhauer Hans Schwer aus Bludenz.

Die Existenz des Stadtbrunnens ist seit dem ausgehenden Mittelalter nachweisbar. Die Entscheidung für die Nepomuk-Skulptur hing wohl mit der besonderen, gerade in barocker Zeit in der Bevölkerung tief verwurzelten Frömmigkeit zusammen. Auch die Funktion als Schutzpatron vor Wassergefahren spielte offenbar eine wichtige Rolle: Das nahe bei Bludenz gelegene Galgentobel stellte mit seinem Hochwasser und den damit verbundenen Überschwemmungen und Vermurungen über Jahrhunderte hinweg eine ständige Gefahr dar.

Johannes von Nepomuk, geboren 1330 in Böhmen, gilt als Schutzpatron gegen Verleumdungen, Verdächtigungen und als Helfer gegen Wassernot.

In die Kanalarbeiten im Zentrum werden insgesamt rund fünf Millionen Euro investiert.  Foto: MK
In die Kanalarbeiten im Zentrum werden insgesamt rund fünf Millionen Euro investiert. Foto: MK

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