„Das Mitmachen ist der größte Dienst am Tierschutz“

Vorarlberg / 22.05.2015 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Biohof der Familie Seeberger in Hörbranz kommen auch die Ziegen in den Genuss einer besonderen Zuwendung.  Foto: VN/Steurer
Auf dem Biohof der Familie Seeberger in Hörbranz kommen auch die Ziegen in den Genuss einer besonderen Zuwendung. Foto: VN/Steurer

Das große Engagement vieler Tierfreunde soll einmal mehr sichtbar gemacht werden. 

bregenz. (VN-mm) Nicht weniger als 34 Einreichungen gab es im vergangenen Jahr für den VN-Tierschutzpreis. „Eine stattliche Zahl und ein wichtiger Beitrag, das große Engagement vieler Tierfreunde für den Tierschutz öffentlich zu machen“, befindet der Tierschutzombudsmann des Landes, Dr. Pius Fink. Ihm liegt viel daran, den Tierschutz und den Umgang mit Tieren positiv darzustellen. Denn das habe Vorbildwirkung. „Das Mitmachen ist der größte Dienst am Tierschutz“, betont Fink. 

Noch bis Ende Mai haben alle Tierfreunde die Möglichkeit, sich für den VN-Tierschutzpreis 2015 anzumelden. Der Preis wird in zwei Kategorien verliehen: für besonderen ehrenamtlichen Einsatz oder Einzelbeitrag (Projekt) für den Tierschutz sowie für einen vorbildlichen, besonders tiergerechten beruflichen Umgang mit Tieren. In jeder Kategorie werden zwei Mal 1500 Euro Preisgeld, eine Urkunde und eine Skulptur vergeben. Zudem wird ein mit 500 Euro und einer Urkunde dotierter Jugend­anerkennungspreis ausgelobt.

Bemühen sichtbar machen

Mitmachen können Tierschutzorganisationen, Landwirtschaftsbetriebe, Jugendliche, Erwachsene, Schulen, Erwachsenenbildungseinrichtungen, Vereine und Institutionen, die in Vorarlberg ansässig sind oder deren Tierschutzleistungen in Vorarlberg umgesetzt werden. Voraussetzung ist, dass die Maßnahmen bereits umgesetzt sind, nicht länger als fünf Jahre zurückliegen und konkrete Erfolge zeigen. „Je mehr mitmachen, umso eher wird sichtbar, in welchem Ausmaß sich Menschen beim Tierschutz einbringen“, hofft Pius Fink deshalb auf eine rege Beteiligung auch bei der Vergabe des inzwischen bereits 3. VN-Tierschutzpreises.

Auch Agrarlandesrat Erich Schwärzler sieht im Aufzeigen der Leistungen von Tierhaltern eine wichtige Botschaft. „365 Tage im Jahr für Tiere da zu sein stellt eine besondere Leistung dar“, verweist Schwärzler auf die hohe Verantwortung, die damit auch verbunden ist. „Hier hat das Tierwohl noch einen hohen Stellenwert“, lobt er die bäuerlichen Betriebe, aber auch die vielen Hobby­tierhalter, die dieses Tierwohl pflegen. Die Mensch-Tier-Beziehung einmal im Jahr in den Vordergrund zu stellen, bezeichnet Erich Schwärzler als großes Anliegen, denn so könne Tierschutz weitergetragen werden.

Dass sich in Vorarlberg viele um den Tierschutz bemühen, hängt nach Ansicht von Pius Fink mit dem noch relativ hohen Bezug zur Natur zusammen. Da sei die Freude an der Tierhaltung noch ausgeprägter. 

Hier hat das Tierwohl noch einen hohen Stellenwert.

Erich Schwärzler

Einreichungen an Dr. Pius Fink, Montfortstraße 4, 6901 Bregenz,
pius.fink@vorarlberg.at