Zum Gedenken

Vorarlberg / 28.05.2015 • 18:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
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Michaela Robatsch

Hohenems. Michaela wurde am 13. 10. 1940 in Fehring in der Steiermark als jüngstes Kind geboren.

Mit fünf Jahren verlor sie ihren Vater durch den Krieg, auch sie selbst wurde durch einen Granatsplitter verwundet. Mit 15 Jahren erlitt sie einen weiteren Schicksalsschlag durch den Tod ihrer Mutter.

Als Zwanzigjährige übersiedelte sie nach Vorarlberg, wo sie verschiedene Arbeitsstellen hatte, und lernte 1960 ihren späteren Mann Adolf aus Kärnten kennen.

Die beiden schlossen 1962 den Bund der Ehe, drei Töchter, Silvia, Gabi und Monika, wurden ihnen geschenkt. Die Familie lebte 28 Jahre lang in der Emser Reute und zog dann ins Tal nach Hohen­ems.

Michaela war eine sehr aktive Frau und widmete sich in ihrer Freizeit verschiedenen Aufgaben. Ihre große Leidenschaft von Kindheit an war das Singen, sie wollte immer Sängerin werden, deswegen nahm sie auch bei vielen Gelegenheiten gerne an kirchlichen Feiern teil. Ihrer großen Leidenschaft durfte sie als Gründungsmitglied beim „Rütner Chörle“ und später auch beim Kirchenchor St. Konrad in Hohenems nachgehen. Außerdem war Michaela sehr engagiert als Mitglied beim Kriegsopferverband, den sie später als Obfrau leitete. Neben ihren Aktivitäten als Sängerin und ihrem sozialen Engagement zeichnete sie sich auch als leidenschaftliche Sportlerin aus. Als Mitbegründerin des ersten Vorarlberger Jogging-Clubs wurde auch das Laufen eines ihrer großen Hobbys. Ihre jahrelange Mitgliedschaft bei der Faschingszunft Emsreute lässt erahnen, von welcher Lebensfreude und welchem Humor Michaela beseelt war.

Mit Leib und Seele arbeitete sie überall mit, wo Not am Manne war, und man konnte sich immer hundertprozentig auf sie verlassen.

Mit ihrer Weltoffenheit und ihrem Interesse an allem Geschehen nahm sie auch gerne an Reisen teil. Michaelas große und herausragende Freude aber waren ihre sieben Enkelkinder und ihr Urenkelkind. Besonders als Oma war sie immer und mit Herz zur Stelle, wenn man sie brauchte und hat auf sehr großzügige Weise die ganze Familie unterstützt, wobei Gerechtigkeit allen gegenüber stets ein besonderes Anliegen für sie war.

Ganz plötzlich und unerwartet wurde Michaela aus dem Leben gerissen und verstarb am 4. Mai des Jahres. Möge sie von Gott tausendfachen Lohn erhalten.