Emser Bürgermeister auf Suche nach Maulwurf

Vorarlberg / 29.05.2015 • 21:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Richard Amann erstattet Anzeige gegen unbekannt.

Hohenems. (VN-mip) Eigentlich hätte alles geheim bleiben sollen. Die ehemalige Stadtamtsdirektorin Karin Rettenmoser bekommt von der Stadt Hohenems 334.000 Euro Abfindung. Beschlossen wurde das im nicht öffentlichen Teil der Stadtvertretungssitzung. Dass der Betrag dennoch in den VN erschien, obwohl Bürgermeister Richard Amann (ÖVP) die 36 Abgeordneten noch auf ihren Eid hingewiesen habe, wird nun ein Fall für den Staatsanwalt. Amann will Anzeige gegen unbekannt erstatten – was wiederum auf Unverständnis der anderen Fraktionen stößt. Sein Vize Bernhard Amann (Emsige und Grüne) ist sich sicher, dass es spätestens beim Budget an die Öffentlichkeit gelangt wäre. Außerdem sei klar gewesen, dass sich ein so hoher Betrag in der Stadt herumsprechen würde. Indes ist aus Gemeindekreisen zu erfahren, dass der Deal mit Rettenmoser hält. Die Abgeordneten befürchteten, dass sie höhere Forderungen stellen würde, nachdem die Abmachung an die Öffentlichkeit gelangte.