Den Schutzwald gehegt und gepflegt

Vorarlberg / 31.05.2015 • 19:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
In unwegsamem Gelände mussten die Pflanzen von den freiwilligen Projektteilnehmern gepflegt werden.
In unwegsamem Gelände mussten die Pflanzen von den freiwilligen Projektteilnehmern gepflegt werden.

Zwölf Freiwillige arbeiteten beim Bergwaldprojekt in den Wäldern des Großen Walsertals.

Großes Walsertal. (VN-js) Pflanzenpflege und Aufforstung standen vergangene Woche für die zwölf Teilnehmer des 13. Bergwaldprojekts in den Schutzwäldern des Biosphärenparks Großes Walsertal auf dem Programm. Ganz nach dem Motto „Allen hilft der Wald, deshalb sollen auch wir ihm helfen“, waren die freiwilligen Helfer im Gemeindegebiet von Sonntag und Faschina vier Tage lang im Arbeitseinsatz. Dabei konnten auch die kalten Temperaturen und der Regen zu Wochenbeginn dem Arbeitseifer der Teilnehmer aus Österreich und Deutschland nichts anhaben.

Auch im 13. Jahr scheint das Bergwaldprojekt, das seit Bestehen unter der Leitung des ehemaligen Waldaufsehers Willi Türtscher stattfindet, nichts von seinem Reiz verloren zu haben. An den unterschiedlichen Einsatzorten, die auf bis zu 1800 Metern Seehöhe lagen, wurden etwa in Sonntag 300 Pflanzen gesetzt sowie die Pflanzen, die in den Vorjahren beim Bergwaldprojekt gesetzt wurden, gepflegt. „An den steilen Hängen des Großen Walsertals ist ein gesunder Wald von sehr großer Bedeutung“, weiß der erfahrene Waldaufseher Willi Türtscher. „Er schützt die Orte im Tal vor Lawinen und Erdrutschen. Zudem ist er auch unersetzlich für das ausgeglichene Ökosystem im Biosphärenpark.“

Doch was bringt einen dazu, seinen Urlaub für einen freiwilligen Arbeitseinsatz zu opfern? „Es geht in erster Linie darum, die unvergleichbare Natur im Zuge einer sinnvollen Tätigkeit zu erleben“, sind sich die Teilnehmer einig. Der schon seit 15 Jahren bestehende Biosphärenpark bietet dazu die perfekten Voraussetzungen. Und eines steht jetzt schon fest: Auch 2016 wird es wieder einen Freiwilligeneinsatz in den Wäldern des Großen Walsertals geben.

Ein gesunder Schutzwald ist von sehr großer Bedeutung.

Willi Türtscher