Zwei Jahre Haft für Einbruchstour in einer Moschee und Dorfkirche

Vorarlberg / 20.07.2015 • 22:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Zwei Rumänen verbesserten sich ihre Finanzen auf illegale Weise.

Feldkirch. (ec). Der eine Mann ist 31, sein Kumpel 29 Jahre alt. Beide Rumänen waren arbeitslos und ohne Geld. Von März bis Mai gingen die beiden in Vorarlberg auf Einbruchstour. Ende März drangen die Rumänen laut Anklage in die Räumlichkeiten der Moschee A.I.F. (Österreichische Islamische Föderation) in Bregenz ein und stahlen dort 200 Euro. Nur vier Tage später suchten sie die Pfarrkirche St. Ulrich in Götzis heim, schlichen sich in die Sakristei und brachen einen Schrank auf. Die Beute beziffert die Anklage mit 730 Euro.

Weitere Delikte

Ein Feldkircher Hotel wurde um 900 Euro erleichtert, in einer Physiotherapeutenpraxis fehlten 225 Euro. Die Männer zeigten sich größtenteils geständig, aber auch Fingerabdrücke überführten die Täter. In einer Filiale einer Drogeriekette versuchten die beiden ebenfalls zu stehlen. Einer der Langfinger nahm eine Flasche „One Million“, ein hundert Euro teures Parfum, aus dem Regal, entfernte die Diebstahlsicherung und versuchte zu verduften. Doch eine Mitarbeiterin bemerkte den Dieb, stellte ihn zur Rede und in der Hitze des Gefechts verlor er seine wohlriechende Beute.

Schuldspruch erträglich

„Wir sind mit dem Urteil zufrieden“, sagt Verteidiger Stefan Denifl. Von den 24 Monaten Haft, die beide Angeklagten bekommen, werden 16 bedingt nachgesehen. Abzusitzen sind also lediglich acht Monate. Die Männer waren bislang unbescholten, somit haben sie gute Chancen, nach der Hälfte ihrer Haft bedingt entlassen zu werden. Als man die zwei fragt, wofür sie das Geld gebraucht hätten, antwortet der eine „zum Leben“.

Auf die Frage, wo er gewohnt habe, antwortet der Rumäne, der auch als Bettler sein Einkommen verdiente: „Im Hotel“. Das Gericht wundert sich über die nicht ganz billige Art der Unterkunft. 500 Euro wurden bei einem der Männer sicher gestellt. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

Wir sind mit dem Urteil zufrieden.

Anwalt Stefan Denifl