Mit „Haifischzähnen“ für mehr Sicherheit auf dem Schulweg

Vorarlberg / 04.09.2015 • 22:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Schulkinder basteln und malen für ihre eigene Sicherheit.  Foto: Kfv/Toni Muhr
Schulkinder basteln und malen für ihre eigene Sicherheit.  Foto: Kfv/Toni Muhr

Bereits acht Vorarlberger Schulen beteiligen sich an der KfV-Aktion „Tempo 30“.

Bregenz. (VN-gs) Die Zahlen gingen in den vergangenen drei Jahren merklich zurück, und doch sind sie noch viel zu hoch: Während im Jahr 2012 in Vorarlberg 45 Schüler im Alter von sechs bis 15 Jahren bei Unfällen auf dem Schulweg verletzt wurden, sank die Zahl 2013 auf 39 Verletzte.

Im vergangenen Jahr erlitten noch 34 Schüler Blessuren bei Unfällen auf dem Weg zur oder von der Schule. Erfreulich: Kein Unfall nahm einen tödlichen Ausgang.

Bei Schulbeginn am 14. September werden die Straßen wieder von den Schützlingen bevölkert. Für viele Kinder beginnt dabei nicht nur (wieder) das Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch das selbstständige Bewegen im Straßenverkehr. Mit dem Schulstart steigt jedoch auch wieder das Unfallrisiko auf dem Schulweg. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) will dieser Gefahr gegensteuern. Mit dem neuen Projekt „Aktion Tempo 30“ vor den Schulen. „Denn gerade in der Überschreitung der Geschwindigkeit und dem unterschätzten Anhalteweg durch Fahrzeuglenker liegt das Risiko“, sagt Martin Pfanner vom KfV Vorarlberg. So endet eine Kollision zwischen Pkw und Fußgänger bei 50 km/h für mehr als 70 Prozent der Fußgänger tödlich. Und gerade Kinder sind bei der Kollision mit einem Auto völlig schutzlos. Die Reduktion der Fahrgeschwindigkeit im Schulumfeld auf 30 km/h ist daher im wahrsten Sinne des Wortes lebensrettend für die Kinder.

Aktionstafeln

Und eben auch die Kinder selbst sollen es nun sein, die einen Beitrag für ihre eigene Sicherheit leisten. Mit Kreativität, Malstiften und Basteleifer. Bauliche und gestalterische Elemente sind der Inhalt des Verkehrssicherheitsprojektes, das „Tempo 30“ vor Schulen empfiehlt. In Österreich haben sich bereits rund 300 Schulen für die Umgestaltung ihres Schulumfeldes durch das KfV angemeldet.

In Vorarlberg haben inzwischen zwölf Schulen Interesse bekundet, acht davon sind bereits an der Aktion angemeldet, und zwar die Volksschulen von Au, Langen, Gaschurn, Partenen, Bludesch, Hohenweiler, Bersbuch und Schwarzach.

Die Schüler gestalten selbst Aktionstafeln und bringen auf den Straßen Bodenmarkierungen an, die sogenannten „Haifischzähne“. Die so gearteten Markierungen sollen die Autofahrer anregen, langsamer und achtsamer zu fahren.

Einladung an Schulen

„Natürlich sind alle Schulen eingeladen, an dieser Aktion teilzunehmen“, betont Pfanner, um hinzuzufügen: „Es kann nie genug für die Sicherheit getan werden.“ Informationen unter www.kfv.at oder Tel. 0577077.

Es kann nie genug für die Sicherheit getan werden.

Martin pfanner