Land ist Musterschüler beim Klimaschutz

Vorarlberg / 28.09.2015 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

WWF präsentiert Studie über die Energiepolitik der Bundesländer.

Bregenz, Wien. (VN-mip) Schlagworte, die in zahlreichen Strategiepapieren auftauchen: Klimaschutz, erneuerbare Energie, Energiesparen … Vorarlberg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, das Land will energieautonom werden. Der WWF (World Wide Fund for Nature) wollte nun wissen, was sich hinter diesen Schlagwörtern verbirgt. Unter der Frage „Wie gut sind die einzelnen Bundesländer auf die Energiewende vorbereitet?“ erstellte der WWF einen Bundesländer-Energie-Index (BEX), um die Länder vergleichen zu können. Das Ergebnis: Vorarlberg ist der Musterschüler, auf Rang zwei folgt Wien mit Respektabstand.

Überall vorne

40 Faktoren bewertete der WWF. Es sind Bereiche wie Motorisierungsgrad mit Pkw, Ausgaben für den Verkehr, Energieintensität der Haushalte, Politik im Bereich erneuerbare Energien oder Energieverbrauch pro Kopf. Die 40 Faktoren wurden in fünf Bereiche gegliedert: Energieeffizienz, Gebäude, Verkehr, Energiepolitik und erneuerbare Energien. Das Ergebnis erklärt WWF-Geschäftsführerin Andrea Johanides: „Die Musterschüler in Österreich sind Vorarlberg als Sieger und etwas abgeschlagen Wien auf dem zweiten Platz.“ Vorarlberg erreichte 74,4 Punkte, Wien schaffte 60,5 Punkte. Vorarlberg liegt in allen fünf Bereichen im Spitzenfeld.

Die Politik freut’s

Verkehrslandesrat Johannes Rauch (Grüne, 56) zeigte sich erfreut: „Das ehrt uns. Vor allem die Pioniere der Energieautonomie. Sie wurden damals von vielen belächelt. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel.“

Schlusslichter der Studie sind Kärnten (38,9 Punkte) und Burgenland (38,2 Punkte). Der BEX wurde im Rahmen der laufenden Kampagne der Umweltorganisationen im Vorfeld der UN-Klimaschutzkonferenz in Paris erstellt. Der WWF richtete dazu eine eigene Petition ein. In den nächsten Wochen will der WWF die einzelnen Bundesländer-Ergebnisse präsentieren.