Motiviert bis in die Haarspitzen

Vorarlberg / 30.09.2015 • 18:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Das gemeinsame Training hat stark gemacht. Alle gehen mit Zuversicht an den Start. Foto: vn/paulitsch
Das gemeinsame Training hat stark gemacht. Alle gehen mit Zuversicht an den Start. Foto: vn/paulitsch

Die VN-Laufgruppe geht bestens vorbereitet an den Start des Sparkasse-3-Länder-Marathons.

Schwarzach. (VN-mm) Wochenlang haben sie trainiert, dabei auch Entbehrungen und so manche Rückschläge in Kauf genommen. Jetzt naht das große Ereignis mit Riesenschritten. Am kommenden Sonntag werden die Teilnehmer der VN-Laufgruppe mit Tausenden anderen Sportbegeisterten um 11.11 Uhr in Lindau den Sparkasse-3-Länder-Marathon in Angriff nehmen. Alle sind motiviert bis in die Haarspitzen, allen traut Lauftrainer Günter Ernst mehr als nur die von ihnen persönlich angestrebten Zielzeiten zu.

Drei versuchen sich am Halbmarathon, zwei gehen über die Marathondistanz. Günter Böhler (50) und Heinz Spiegel (48), beide aus Dornbirn, haben sich für die Königsdisziplin des Laufsports entschieden. Böhler, weil ihn nach einigen Halbmarathons die Lust auf einen Marathon packte. Spiegel, weil ihm der 3-Länder-Marathon noch fehlt. Ihm attestiert Günter Ernst viel Potenzial. Heinz Spiegel selbst hat 3:45 Stunden im Visier. Nach dem letzten Leistungstest im Diagnostikzentrum Feldkirch wagt Ernst die Prognose, dass es eine Zeit zwischen 3:20 und 3:30 Stunden werden könnte. Wobei der Experte zu bedenken gibt, dass jede Minute schwieriger wird, je näher die 3-Stunden-Marke rückt.

Heinz Spiegel nimmt es gelassen. „Es passt alles“, sagt er und will am Sonntag sehen, wie es läuft. Seine persönlich ausgegebene Zielzeit möchte er auf jeden Fall erreichen. Vom Rest lasse er sich überraschen. Mit einem Lachen garniert er den Nachsatz: „Ein bisschen Vergnügen darf schon dabei sein.“ Marathonmitstreiter Günter Böhler fühlt sich auch gerüstet. „Das Training war sensationell. Ich bin top in Form und ganz, ganz guter Dinge“, bringt er seine Befindlichkeit in einem Satz unter. Er peilt ein Endergebnis von vier Stunden an. Günter Ernst glaubt, dass 3:45 Stunden drinnen sind.

Ein eiserner Kämpfer

Der Jüngste, Mario Gasser (25) aus Lochau, ist bereit für den Halbmarathon. Er gönnte sich am vergangenen Wochenende noch einen Wellnessurlaub, zum Abschalten und Auftanken, wie er anmerkt. „Den hat er sich verdient“, bestätigt Günter Ernst. „Eiserner Kämpfer“ nennt er den Rotkreuz-Mitarbeiter, der diesmal im Laufdress dabei sein wird. Bislang war er als Notfallsanitäter für die Versorgung der Läufer zuständig. „Ich hoffe, ich muss meine Kollegen nicht in Anspruch nehmen“, scherzt er. Solche Sorgen macht sich Ernst nicht: „Mario hat die Trainingsvorgaben zu 99 Prozent umgesetzt und sich so enorm verbessert.“ Die Zielzeit von 2:10 Stunden ist demnach machbar. „Vielleicht geht es noch schneller“, orakelt der Experte. Nach einigen Hängern überwiegt bei Mario Gasser die Freude auf den großen Tag.

Vorschusslorbeeren

Ihren ersten Halbmarathon läuft auch Monika Mayer (43). Die Feldkircherin musste zwar wegen einer Erkrankung einige Trainingsrückschläge in Kauf nehmen. Trotzdem konnte sie sich im Vergleich zur Ausgangssituation stark verbessern. „Ich traue ihr eine Zeit von zwei Stunden zu“, spart Günter Ernst nicht mit Vorschusslorbeeren. Die heimst auch Laufneueinsteiger Christian Feurstein (39) ein. Seine Zielzeit von 1:50 Stunden kann er laut Einschätzung von Günter Ernst durchaus auf 1:45 Stunden drücken. Feurstein selbst hält an seiner Vorgabe fest. Er setzt sich nicht unter Druck: „Ich bin motiviert, die Verfassung passt, alles andere wird sich zeigen.“

Insgesamt stellt Günter Ernst der VN-Laufgruppe ein gutes Zeugnis aus. „Ich habe sehr gerne mit ihnen gearbeitet“, lobt er ihren Einsatz.

Mario Gasser mit Günter Ernst beim Leistungstest. Foto: vN/Fink
Mario Gasser mit Günter Ernst beim Leistungstest. Foto: vN/Fink