Anrainer wehren sich gegen Wohnbauprojekt in Götzis

Vorarlberg / 01.10.2015 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Neben dem Wirtschaftspark sollen weitere Wohnungen entstehen.
Neben dem Wirtschaftspark sollen weitere Wohnungen entstehen.

Wohnbauselbsthilfe reicht ein weiteres Projekt im Ortsteil Wieden-Kalkofen ein.

Götzis. (VN-doh) Es wird kräftig gebaut in der Marktgemeinde Götzis. Im Bereich des  Wirtschaftsparks entsteht ein neues Wohnquartier. Sowohl private Bauträger als auch die Wohnbauselbsthilfe sind hier tätig. Die VN berichteten. Vergangene Woche hat der gemeinnützige Bauträger ein weiteres Projekt in diesem Gebiet bei der Marktgemeinde eingereicht. Wie berichtet, soll das Projekt „Kalkofenweg“ 48 leistbare Wohnungen umfassen. Drei Gebäude sind hier vorgesehen. Das höchste soll sieben Geschoße haben.

Die Anrainer laufen nun Sturm gegen die Pläne und machten ihrem Unmut bei der Gemeindevertretungssitzung kund. Ob es private oder gemeinnützige Wohnungen seien, dürfe bei der Beurteilung nicht im Vordergrund stehen, erklärte einer der Sprecher. Denn man könne nicht jede Diskussion mit dem Argument abschließen, dass leistbare Wohnungen Mangelware sind. Viel mehr gehe es darum, die enorme Verdichtung der Einwohnerzahl auf einer kleinen Fläche zu beurteilen. Wird auch das neue Projekt umgesetzt, würden insgesamt 180 neue Wohneinheiten im Gebiet Wieden entstehen. Die Fragen der Initiative richten sich unter anderem auf die zu erwartende Verkehrszunahme.

Bürgermeister Christian Loacker zeigte zwar Verständnis, stellte aber auch klar, dass Wohnraum und Bauplatz begrenzt seien und verdichtetes Bauen unumgänglich sei. Nun, da die Entwürfe bei der Gemeinde eingereicht seien, werde man das Projekt mit den konkreten Zahlen prüfen. Auch die Verkehrsgutachten werden aktualisiert. Dies sei dann Entscheidungsgrundlage zur Schaffung der Rahmenbedingungen. Loacker stellte abschließend Gespräche mit den Anrainern in Aussicht und auch die Gemeindevertretung wird sich in der nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen. Christoph Längle (FPÖ) brachte einen entsprechenden Antrag ein.