Ein Verein für ganz besonders kluge Köpfe

01.10.2015 • 18:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stefan Moser kam über einen Wissenstest zu Mensa. privat
Stefan Moser kam über einen Wissenstest zu Mensa. privat

Zum Tag der Intelligenz bietet die Landesgruppe Vorarlberg wieder Wissenstests an.

Feldkirch. (VN-mm) Mensa wurde 1946 in England von Lionel L. Ware, einem Wissenschafter und Juristen, sowie dem Rechtsanwalt Roland Berrill gegründet. Sie hatten die Idee, einen Verein für kluge Menschen zu installieren, dessen einzige Bedingung für eine Mitgliedschaft ein hoher Intelligenzquotient sein sollte. Stefan Moser ist seit 15 Jahren ein „Mensianer“. Er kam über einen Wissenstest zum Verein. Ein solcher Wissenstest wird am Samstag auch in Rankweil angeboten.

Wie ist Mensa in Österreich organisiert?

Moser: Mensa ist ein weltweiter Verein. Mensa Österreich wurde 1964 in Wien gegründet, verfügt mittlerweile aber über sogenannte Lokalgruppen in allen Bundesländern. In Vorarlberg feiern wir heuer unser 35-jähriges Bestehen.

Was kennzeichnet ein Mitglied von Mensa?

Moser: Abgesehen von den Aufnahmebedingungen sind die Mitglieder über alle Alters- und Sozialschichten gestreut. Wie es auf der Homepage von Mensa Österreich so schön heißt: „Ob Physiker oder Automechaniker, Katholik oder Buddhist, groß oder klein, jung oder alt tut dabei nichts zur Sache, ganz im Gegenteil: Je vielfältiger, umso spannender. Mensa bietet einen Rahmen, mit Leben erfüllt wird er von den Mitgliedern.“

Seit wann sind Sie Mitglied und wie sind Sie dazu gekommen?

Moser: Ich selbst bin seit rund 15 Jahren Mitglied und während des Studiums eigentlich ganz zufällig auf den Verein Mensa gestoßen. Ich habe dann spontan an einem der Testtermine in Innsbruck einen Aufnahmetest abgelegt, und kurze Zeit später war ich auch schon dabei…

Was ist der Vereinszweck dieser in rund einhundert Staaten aktiven Organisation?

Moser: Mensa ist ein Verein, der das Ziel hat, Menschen mit einer bestimmten Begabung zusammenzubringen und eine soziale Plattform für den Austausch untereinander zu bieten, sei dies in Rahmen von Interessensgruppen, Spielgruppen, Diskussionsrunden oder anderem.

Und was ist Mensa für Sie?

Moser: Für mich ist Mensa ein angenehmer Ausgleich. Denn sehr viel des täglichen Lebens, ob beruflich oder privat, spielt sich mittlerweile an einem Bildschirm oder Telefon ab, und Mensa bietet eine mögliche Plattform, um sich auch face-to-face über die verschiedensten Themen auszutauschen.

Können Sie Eltern mit hochbegabten Kindern etwas raten?

Moser: Hier gibt es sicher qualifiziertere Ratgeber als mich, aber grundsätzlich meine ich, dass es wichtig ist, ein Kind in allererster Linie Kind sein zu lassen und es nicht zu überfordern. Natürlich kann und soll eine Begabung, sobald sie erkannt wird, auch gefördert werden, aber dies sollte gerade im Kindesalter spielerisch und behutsam erfolgen.

Zur Person

Stefan Moser

Geburtsdatum: 21. April 1979

Wohnort: Feldkirch

Beruf: Angestellter

Hobbies: Sport, Lesen, Brettspiele, Reisen, Round Table

Wissenstest: Samstag, 3. Oktober, 14 Uhr, Gaststätte Schwarzer Adler, Rankweil, Ringstraße 3,
Kosten: 22 Euro; Anmeldung: LocSecVbg@mensa.at