Ressort: Soziales Verantwortlich: Katharina Wiesflecker

02.10.2015 • 18:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Pflege und deren Finanzierung stellt das Sozialressort in den nächsten Jahren vor eine der größten Herausforderungen. Um dem Slogan „ambulant vor stationär“ weiterhin gerecht werden zu können, wird es mehr Mittel vor allem für die mobilen Dienste und die Entlastung von pflegenden Angehörigen brauchen.

Der Bedarf an finanziellen Mitteln für soziale Maßnahmen ist insgesamt rasant im Steigen begriffen. Über 290 Millionen Euro gab das Land im vergangenen Jahr für verschiedene Dienstleistungen aus. Besonders viel Geld verschlingt die Mindestsicherung, nicht zuletzt aufgrund der der Zunahme an Konventionsflüchtlingen. Wiesflecker hat zwar das Ausloten von Sparpotenzialen angekündigt. Noch ist allerdings weng zu hören, wie insgesamt von der grünen Landesrätin.

Mit dem Sozialressort hat sich Wiesflecker einen großen Rucksack auf die schmalen Schultern geladen. Ein heißes Eisen ist die Armutsbekämpfung. In der Oppositionsrolle forderte sie immer wieder entsprechende Maßnahmen, als Landesrätin scheint sie weniger mutig, wie sich aktuell an der SozialCard zeigtedie abgelehnt wurde. Der Spagat zwischen Opposition und Regierungsbank könnte noch aufreibend werden.

Nach dem Scheitern des Kompetenzzentrums muss die Kinder- und Jugendhilfe neu aufgestellt werden. Ob sie mit der Anbindung der Agenden unmittelbar an das Sozialressort besser funktioniert, wird die Erfahrung zeigen.