Ressorts: Wirtschaft, Wohnen Verantwortlich: Karlheinz Rüdisser

02.10.2015 • 18:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Verwalten statt entwickeln. Vorarlbergs Wirtschaft entwickelt sich nach wie vor besser als in den östlichen Bundesländern, doch Bürokratieabbau und Entlastung für die Wirtschaft sind eher Lippenbekenntnisse denn Praxis, auch im Land Vorarlberg . Lediglich für die Tourismusbranche wurde eine Clearingstelle in Sachen Bürokratie eingerichtet, um den verärgerten Hoteliers und Gastronomen zumindest ein kleines Zugeständnis zu machen. Aber auch um die Vorarlberger Tourismusstrategie 2020 ist es seit Monaten still.

Landesrat Karlheinz Rüdisser, der vor seiner politischen Karriere die Wirtschaftsabteilung des Landes geleitet hat, kann nicht aus seiner Haut. Große Visionen für den Standort? Fehlanzeige. Dafür wird der Ist-Zustand am Standort ordentlich verwaltet, die Unternehmen haben einen relativ offenen und schnellen Zugang zum Wirtschaftschef der Landesregierung, was positiv ist, die Institutionen wie die Wisto funktionieren.

Die Causa prima im Vorarlberger Handel, die Erweiterung des Messeparks, welche die aktuelle Landesregierung seit ihrem Start begleitet, zeigt einen zaudernden und hinhaltenden Politiker und eine Regierung, die scheinbar die aktuelle Stimmung abwartet. Klare Aussage gibt es keine. Die Raumplanung ist nach wie vor oft von der Gemengelage im Ausschuss abhängig. Schnellere und nachvollziehbare Entscheidungen wären ein Ziel für die nächste Zukunft, das auch den Wirtschaftsstandort beflügelt. Verfahren dauern auch in Vorarlberg Jahre und Jahrzehnte.

Im Wohnbau wurde noch vor der letzten Wahl die Förderung reformiert, doch bei den Vereinfachungen der Vorschriften und den dadurch erhoffen Kosteneinsparungen am Bau steckt das Land auf halbem Weg fest , auch in diesem Bereich stehen raumplanerische Aspekte zur Umsetzung an. Selbst wenn das ein sensibles Thema ist.