Ermittlungen nach Schmierereien

Vorarlberg / 05.10.2015 • 22:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Gleich mehrere Orte in Hohenems sind mit Nazi-Symbolen wie Hakenkreuzen beschmiert worden. Foto: VOL.aT/rAUCH
Gleich mehrere Orte in Hohenems sind mit Nazi-Symbolen wie Hakenkreuzen beschmiert worden. Foto: VOL.aT/rAUCH

Asylheim und mehrere Plätze im Jüdischen Viertel in Hohenems mit Nazi-Symbolen beschmiert.

Hohenems. Die Hakenkreuze und der Aufruf „Asylflut stoppen“ wurden in der Nacht auf Sonntag mit demselben roten Stift angebracht, möglicherweise von denselben Tätern, vermutete Bürgermeister Richard Amann (ÖVP) am Montag. Der Verfassungsschutz ermittelt.

Neben der Flüchtlingsunterkunft haben die unbekannten Täter ein Gebäude in der Bahnhofstraße sowie nahezu alle Stolpersteine im Jüdischen Viertel sowie die Eingangstür des Jüdischen Museums mit ihren nationalsozialistischen Parolen verunstaltet. Das dürfte allerdings nicht der Beginn der rechtsextremen Aktionen gewesen sein. Bereits vor vier Wochen erhielt der Hohen­emser Bürgermeister einen anonymen Brief mit „eindeutig nationalsozialistischem Gedankengut“. „Der Brief hat auch mit dem Hitlergruß geendet“, bestätigte Amann gegenüber der APA. Anzeige habe er nicht erstattet, den handgeschriebenen Brief aber der Polizei übergeben.

Fenster eingeschlagen

Ebenfalls vor viereinhalb Wochen haben unbekannte Täter die Fensterscheiben des Kulturzentrums eingeschlagen, bestätigte Vizebürgermeister Bernhard Amann (Emsige & Grüne) einen entsprechenden Bericht der Online-Ausgabe von „Der Standard“.

Bei der Polizei sind bis Montagmittag nur die Schmierereien an der Asylwerber-Unterkunft und dem Gebäude in der Bahnhofstraße angezeigt worden. In diesen Fällen ermittle der Verfassungsschutz.