Strafhöhe für Ratz am 20. Oktober festgelegt

05.10.2015 • 18:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wie hoch wird die Strafe für Kornelia Ratz? Foto:VN/Steurer
Wie hoch wird die Strafe für Kornelia Ratz? Foto:VN/Steurer

Die Frage dabei: Wird Strafe für Noch-Richterin heruntergesetzt, oder bleibt sie gleich?

Linz. (VN-hk) Wegen Anstiftung zum Amtsmissbrauch rechtskräftig verurteilt ist sie schon, jetzt geht es für die ehemalige Landesgerichtsvizepräsidentin Kornelia Ratz (52) nur noch darum, wie hoch die Strafe für ihr Verbrechen ausfällt. Auf die Beantwortung dieser Frage wird man nicht mehr lange warten müssen. Am 20. Oktober wird das zuständige Oberlandesgericht Linz die letzte Entscheidung im umfangreichen Testamentsprozess fällen.

Fest steht schon jetzt eines: Die Strafe kann nicht mehr höher ausfallen, als sie im Urteil beim zweiten Rechtsgang in Salzburg vor gut einem Jahr festgesetzt wurde. Damals fasste Ratz 32 Monate aus, davon 10 Monate unbedingt. Staatsanwalt Andreas Pechatschek zog jedoch seine Rechtsmittel zurück. Dies bedeutet: Das Urteil gegen die Noch-Richterin wird entweder bestätigt oder es wird herabgesetzt.

Tat vor zehn Jahren

Theoretisch könnte Ratz sogar ihr Richteramt behalten. Das aber nur dann, wenn ihre Strafe auf unter zwölf Monate (egal ob bedingt oder unbedingt) reduziert wird. Damit ist nach Ansicht zahlreicher Experten aber nicht zu rechnen. Bleibt ihre Strafhöhe bei über einem Jahr, wird sie ihres Richteramts verlustig und verliert auch die mit dem Amt verbundenen Pensionsansprüche.

Kornelia Ratz hatte am Bezirksgericht Dornbirn im Jahre 2005 ein gefälschtes Testament in Auftrag gegeben, das zugunsten ihrer Mutter und ihrer Tante gestaltet werden sollte. Es ging dabei um einen Vermögenswert in Höhe von rund 540.000 Euro. Die Richterin hatte stets vehement bestritten, diese Straftat begangen zu haben.