Übersichtliche Radwege sind das Ziel

05.10.2015 • 17:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Info-Punkte zur besseren Orientierung für die Radler.
Info-Punkte zur besseren Orientierung für die Radler.

Info-Punkte zur Orientierung: Einheitliche Radverkehrsbeschilderung für das ganze Land.

Bregenz. Über 800 Kilometer fahrradtauglicher Wege für den täglichen Verkehr schaffen in Vorarlberg attraktive Routen. Ziel der Radverkehrsstrategie des Landes „Frischer Wind“ ist die Steigerung des Radverkehrsanteils. „Damit verbunden ist die Etablierung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel“, betont Mobilitätslandesrat Johannes Rauch. Die Radverkehrsstrategie sieht zur Erreichung dieses Zieles verschiedene Maßnahmen vor, für deren Umsetzung das Budget für den Radverkehr heuer 3,5 Millionen Euro – eine Million mehr als 2014 – vorsieht. Eine wichtige Maßnahme, die aus der Radverkehrsstrategie hervorgeht, ist eine landesweit einheitliche Radverkehrsbeschilderung. Sie baut auf dem Netz der Landesradrouten auf und soll vor allem für Ortsunkundige die sichersten und attraktivsten Verbindungen zwischen Gemeinden und wichtigen Ortsteilen weisen und in der Natur auffindbar machen. Die Beschilderung ist als Zielwegweisung aufgebaut und besteht aus Haupt- und Zwischenwegweisern. In den vergangenen Monaten wurden auf den rund 450 Kilometer beschilderten Landesradrouten an die 1600 Standorte installiert.

Ergänzt werden soll die einheitliche Radverkehrsbeschilderung durch insgesamt 120 Übersichtstafeln, sogenannte Info-Punkte. Sie bieten den Radfahrenden einen Überblick über das beschilderte Radroutennetz in ganz Vorarlberg sowie eine Detailkarte zum aktuellen Standort in einem Maßstab von 1:25.000. Somit ist ein idealer Einstieg in das Wegweisungssystem gegeben. Diese Info-Punkte werden an Ausgangs- und Endpunkten von Routen, an Bahnhöfen, Grenzpunkten, bedeutenden Zielen und Knotenpunkten im Netz mit hoher Informationsdichte angebracht. Ähnlich wie eine Wanderkarte informieren sie darüber, wo die Radfahrer sich befinden und wie sie am besten von A nach B kommen

Durch die Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden konnten die ersten Info-Punkte aufgestellt und über die Hälfte der geplanten Standorte bereits abgestimmt werden. Die Kosten für die erstmalige Anschaffung werden auf rund 150.000 Euro geschätzt und werden vom Land getragen. „Die Beschaffung erfolgt über den Ökobeschaffungsservice des Vorarlberger Umweltverbandes“, sagt deren Obmann und Bürgermeister von Mäder, Rainer Siegele.