Ein Zeichen der Dankbarkeit

07.10.2015 • 18:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Fast bis auf den letzten Platz mit Senioren, Betreuern, Helfern und Ehrengästen gefüllt, schipperte die „Sonnenkönigin“ drei unterhaltsame Stunden lang über das Schwäbische Meer.  Fotos: VN/Paulitsch
Fast bis auf den letzten Platz mit Senioren, Betreuern, Helfern und Ehrengästen gefüllt, schipperte die „Sonnenkönigin“ drei unterhaltsame Stunden lang über das Schwäbische Meer. Fotos: VN/Paulitsch

Die 62. Eugen-Russ-Ausfahrt vereinte
600 Besucher auf
der „Sonnenkönigin“. 

bregenz. (VN-mm, jan) Etwas hatten sich im Vorfeld alle gewünscht: schönes Wetter. Und tatsächlich erfüllte sich die Hoffnung von fast 600 Senioren, ihrer Betreuer und der vielen freiwilligen Helfer. Nach starken Regenfällen am Vormittag klarte der Himmel noch rechtzeitig auf, und so waren der 62. Eugen-Russ-Ausfahrt sogar ein paar Sonnenstrahlen beschieden. Während Wolken und Sonne eine melancholische Herbststimmung auf den Bodensee zauberten, ging es an Bord der „Sonnenkönigin“ fröhlich zu. Die Freude über den nicht alltäglichen Ausflug stand den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben.

Begrüßungskommando

Aus dem ganzen Land hatten sich Pflegeheime und Sozialzentren zur diesjährigen Eugen-Russ-Ausfahrt angemeldet. „Es ist für die Bewohner immer aufs Neue ein besonderes Erlebnis“, berichtet eine Betreuerin von großer Vorfreude auf diesen Tag. Mit Privatautos, Bussen und in Rotkreuz-Fahrzeugen wurden die betagten Menschen nach Bregenz chauffiert, wo im Hafen schon der Stolz der Bodenseeflotte, die „Sonnenkönigin“, herausgeputzt auf die Gäste wartete. Kapitän Robert Gorschek und seine Crew standen in ihren schmucken Uniformen zur Begrüßung bereit. „Auch wir sind gerne bei dieser Ausfahrt dabei“, betonte er. Schon routiniert sorgten die Helfer des Roten Kreuzes und die Betreuer dafür, dass alle Senioren, auch jene im Rollstuhl und mit Gehhilfen, sicher auf das Schiff kamen.

Russmedia-Geschäftsführer und VN-Herausgeber Eugen A. Russ, dessen Großvater die Ausfahrt vor 62 Jahren begründete, hieß die Senioren willkommen. „Sie haben die Grundlagen für den Wohlstand in Vorarlberg geschaffen. Dieser Ausflug soll ein kleines Zeichen der Dankbarkeit sein“, führte er weiter aus. Und: „Wir verneigen uns vor 40.000 Jahren an Lebenserfahrung.“

Viel Unterhaltung

Während die Crew den 900-Tonnen-Riesen sicher über den sanft wogenden Bodensee steuerte, wurden die Passagiere kulinarisch, musikalisch und zauberhaft verwöhnt. Dabei versetzte Robert Ganahl nicht nur Paula und Brunhilde aus Frastanz mit seinen Taschenspielertricks in Erstaunen. Das Trio „Wald 3“ animierte mit seinen flotten Weisen zu so manchem Tänzchen in Ehren. Wer wollte, hatte auch einen Liederwunsch frei. Brunhilde nützte die Chance. Zu den Klängen von „Tanze mit mir in den Morgen“ verlor sich die alte Dame kurzzeitig in schönen Erinnerungen. Versonnen summte sie den Text mit, ein zartes Lächeln auf dem Gesicht.

Mit viel Unterhaltung, zu der auch Moderator Roberto Kalin beitrug, vergingen die Stunden wie im Flug. Die Militärmusik, die zur Begrüßung aufgespielt hatte, verabschiedete die Teilnehmer der 62. Eugen-Russ-Ausfahrt auch standesgemäß. „Wir sind nächstes Jahr sicher wieder dabei“, versprach Oberstleutnant Raimund Metzler.

Robert Ganahl ließ die Gäste gerne an seinen Zaubertricks teilhaben. Paula (l.) zeigte vollen Einsatz, Brunhilde sah interessiert zu.
Robert Ganahl ließ die Gäste gerne an seinen Zaubertricks teilhaben. Paula (l.) zeigte vollen Einsatz, Brunhilde sah interessiert zu.
Für die Militärmusik ist die Eugen-Russ-Ausfahrt ein Fixpunkt.
Für die Militärmusik ist die Eugen-Russ-Ausfahrt ein Fixpunkt.
Roberto Kalin sorgte als Moderator für unterhaltsame Zwischentöne.
Roberto Kalin sorgte als Moderator für unterhaltsame Zwischentöne.
Die Senioren des Sozialzentrums Weidach zeigten offen ihre Freude.
Die Senioren des Sozialzentrums Weidach zeigten offen ihre Freude.