Grünes Licht für Deponie

07.10.2015 • 17:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Landesverwaltungsgericht erteilte Beschwerde gegen Bodenaushubdeponie in Egg Absage.

Egg. (VN-hk) Das Landesverwaltungsgericht hat in der Sache Bodenaushubdeponie in Egg-Großdorf eine Entscheidung getroffen. Diese fällt zugunsten des Antragstellers, der Firma Rüf Bau und Transport GmbH & Co KG, aus.

„Das Landesverwaltungsgericht kam aufgrund des durchgeführten Ermittlungsverfahrens und nach rechtlicher Prüfung zum Ergebnis, dass die beantragte Genehmigung nach dem Abfallwirtschaftsgesetz 2002 von der Bezirkshauptmannschaft Bregenz zu Recht erteilt wurde und gab den Beschwerden der Nachbarn sowie der Bürgerinitiative keine Folge“, heißt es als Kernaussage im Urteil des Gerichts.

Großer Widerstand

Rüf hatte im März dieses Jahres um eine Bodenaushubdeponie in der Großdorfer Parzelle Gebatz mit einer Kapazität von 99.000 Kubikmetern angesucht. Damit blieb er um 1000 Kubikmeter unter jener Größe, die ein umfangreiches Verfahren mit Parteistellung der betroffenen Gemeinden Egg und Lingenau sowie der Anrainer erfordert hätte. Die Pläne waren auf großen Widerstand seitens zahlreicher Bürger gestoßen. Es gab negative Stellungnahmen der betroffenen Kommunen sowie eine Bürgerinitiative gegen das Projekt – die VN berichteten. Der Protest konzentrierte sich auf die zu erwartenden Verkehrsbelastungen sowohl in Egg-Großdorf als auch in Lingenau. Auch die Engstellen im Gemeindegebiet Großdorf sind Steine des Anstoßes. Und sie bleiben solche. „Wir werden diese Entscheidung nicht akzeptieren und weiter gegen das Projekt vorgehen“, lässt Hans-Peter Sutterlüty (60) wissen.

Rüf darf anfangen

Für den Antragsteller bedeutet das vom Verwaltungsgericht getroffene Urteil, dass er ab Zustellung desselben mit der Einrichtung der Deponie beginnen darf. „Dem Beschwerdeführer stehen aber noch die außerordentlichen Rechtsmittel beim Verwaltungsgerichtshof sowie beim Verfassungsgerichtshof zu“, informiert Nikolaus Brandtner (44), Präsident des Landesverwaltungsgerichts.

Sutterlüthy will indes in einem weiteren Gespräch mit Verkehrslandesrat Karlheinz Rüdisser (60) auf die seiner Meinung nach untragbare Verkehrssituation aufmerksam machen.