Lutz-Verbauung lässt Wogen hochgehen

07.10.2015 • 17:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die gemauerten Steilufer sollen entfernt werden. Foto: tmh
Die gemauerten Steilufer sollen entfernt werden. Foto: tmh

„Freunde der Lutz“ werden in umstrittenes Jahrhundertprojekt eingebunden.

Ludesch, Thüringen. (VN-js) Das rund vier Millionen Euro teure Verbauungsprojekt des Lutzverbandes am Bach zwischen Ludesch und Thüringen ist in der Blumenegg­region auf gehörigen Wiederstand gestoßen. Ein als „Freunde der Lutz“ fungierendes Arbeitsteam übt harschte Kritik am bereits begutachteten und bescheideten Projekt. „Wir wollen den Thüringer Uferweg erhalten und eine Lutz, in der man baden kann“, so die Forderung der „Freunde“, die am vorliegenden Projekt einen Etikettenschwindel orten. „Der Bauabschnitt II wird vom Projektbetreiber als Renaturierung beworben, tatsächlich handelt es sich aber um ein reines Hochwasserschutzprojekt“, so Stefan Burtscher seitens der „Freunde der Lutz“. Die unzureichende Wassermenge sowie das unzureichende Geschiebe machen eine Renaturierung in diesem Bauabschnitt unmöglich“, argumentiert das Arbeitsteam, das zudem die mangelhafte Informationspolitik beanstandet.

In einem Treffen mit Landesrat Erich Schwärzler machten die „Freunde der Lutz“ nun noch einmal ihren Standpunkt deutlich. Resultat: Der für Montag vorgesehene Start der Rodungsarbeiten wird vorerst vertagt und die „Freunde der Lutz“ sowie Fachexperten des Landes konkret in das Projekt eingebunden. Bevor die Rodungsarbeiten bzw. der Baustart Ende Oktober erfolgen, soll das Projekt bei einer Informationsveranstaltung allen Interessierten noch einmal im Detail vorgestellt werden.