ÖAMTC warnt vor dem Wildwechsel im Herbst

Vorarlberg / 07.10.2015 • 22:36 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Auf Vorarlbergs Straßen ereigneten sich im vergangenen Jahr drei Wildunfälle. Foto: VN/HB
Auf Vorarlbergs Straßen ereigneten sich im vergangenen Jahr drei Wildunfälle. Foto: VN/HB

Im Jahre 2014 verloren zwei Menschen in Österreich bei Wild­unfällen ihr Leben.

Schwarzach. „Trifft man mit 50 km/h auf einen 20 kg schweren Rehbock, wirkt eine halbe Tonne auf Fahrzeug und Fahrer, bei 100 km/h beträgt die Aufprallwucht zwei Tonnen”, erklärt Roland Frisch, Pkw-Chefinstruktor der ÖAMTC Fahrtechnik. Die größte Gefahr seien aber riskante Ausweichmanöver. „Wenn man mit dem Auto im Gegenverkehr landet oder einen Baum am Straßenrand touchiert, sind die Folgen dramatischer als bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier.“

2014 ereigneten sich 280 Wildunfälle auf Österreichs Straßen, 388 Personen wurden dabei verletzt, zwei Menschen sind gestorben. Vorarlberg liegt im Bundesländer-Vergleich mit drei Unfällen an letzter Stelle – auf Platz eins liegt Niederösterreich mit 87 Unfällen, gefolgt von der Steiermark (66) und Oberösterreich (61).

Um Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden, sollte man im Bereich von Wildwechsel-Warnschildern besonders aufmerksam fahren und den Abstand zum Vorderfahrzeug möglichst groß halten, so der ÖAMTC-Experte.

Entscheidend sei außerdem nicht nur die Sicht nach vorne, sondern auch die seitlich neben dem Fahrzeug. „Ist ein Wildtier in Sicht, muss man die Geschwindigkeit reduzieren, das Fernlicht ausschalten und hupen. Hat das Tier die Fahrbahn überquert oder läuft es davon, heißt es weiter vorsichtig sein, da Wildtiere meist in Gruppen unterwegs sind”, warnt Frisch.