Da lachen ja die Hühner

Vorarlberg / 08.10.2015 • 21:07 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Am zweiten Freitag im Oktober wird seit 1996 der Welt-Ei-Tag gefeiert.  

Schwarzach. „Ich wollt’ ich wär’ ein Huhn, ich hätt’ nicht viel zu tun, ich legte täglich nur ein Ei und sonntags auch mal zwei“, sangen einst die Comedian Harmonists. Heute lachen über diese Zeilen vermutlich die Hühner.

In Österreich arbeiten derzeit sechs Millionen fleißige Hennen, die jährlich an die 1,6 Milliarden Eier legen und damit 84 Prozent des heimischen Eierbedarfs decken. Laut AMA verspeist ein Österreicher im Schnitt 234 Eier pro Jahr.

„Innerhalb Österreichs ist Vorarlberg Vorreiter in Sachen Tierschutz“, sagt Gebhard Flatz, Obmann des Vorarlberger Geflügelverbands und Geschäftsführer des Sennhofs in Rankweil. Insgesamt legen die Vorarlberger Hennen in den elf Bio-, 19 Freiland- und 17 Bodenhaltungsbetrieben 95.000 Eier. Weiß oder braun? Das hängt von der Farbe des Hautlappens am Ohr des Huhnes, der so genannten Ohrscheibe, ab. Fest steht: 60 Prozent der Eier, die in Vorarlberg produziert werden, gehen in den Handel, 40 Prozent in die Gastronomie oder werden über die Hofläden verkauft.

Woher das eingekaufte Ei stammt, kann ab sofort jeder selbst überprüfen. Unter www.eierdatenbank.at erhalten Interessierte nach Eingabe der Kennzeichnung Infos über den Betrieb und die Haltungsform der Tiere.

Frische-Trick

Übrigens: Ein Ei darf bis zum 21. Tag, nachdem es gelegt wurde, verkauft werden, mindestens haltbar ist es laut Etikett 28 Tage. Um zu erkennen, wie frisch ein Ei tatsächlich ist, genügt jedoch der Trick mit dem Wasserglas, verrät Bertram Martin vom Martinshof in Buch. „Je älter das Ei, umso größer wird die Luftkammer, da das Wasser aus dem Innern verdunstet. Ein altes Ei schwimmt daher an der Wasseroberfläche. Frische Eier sinken zu Boden.“