Was wäre der eine ohne den anderen

08.10.2015 • 16:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
50 Jahre glücklich und zufrieden.
50 Jahre glücklich und zufrieden.

Koblach. Vor mehr als 50 Jahren lernten sich Karin und Erich Amann in Koblach kennen. Die junge Karin kam nach Koblach, um dort in einem Haushalt zu arbeiten. Erich entdeckte das Mädchen schnell, und aus der jungen Liebe wurde ein Paar mit großen Plänen. Nach vier Jahren „Stubate“ und zwei Jahren Bauzeit an ihrem gemeinsamen Heim gaben sich die beiden in der Kirche St. Killian in Koblach mit dem gerade zum Priester geweihten Erwin Kräutler das Jawort.

Karin wurde am 21. Januar 1944 in Neuruppin/Deutschland geboren. Von der schweren Zeit des Krieges geprägt, kam die Tochter einer Montafonerin erst als Pflegekind nach Lorüns. Nach einem weiteren Zuhause in Ludesch fand sie ein neues und beständiges Heim in Bludesch, dem sie bis zum Tod ihrer Pflegeeltern sehr verbunden war.

Erich ist am 4. Dezember 1940 als dritter Sohn und jüngstes Kind von Emma und Josef Amann in Koblach zur Welt gekommen. Er verbrachte eine schöne, einfache Kindheit, umgeben von vielen Kindern im Bofel. Nach seiner Schulzeit begann er eine Lehre zum Fliesenleger und Ofner. Er begann als einer der ersten Lehrlinge bei der Fa. Bell in Götzis. Erich arbeitete sehr gewissenhaft und war schnell als „an guata Plättalar“ landauf, landab bekannt. Er blieb seiner Firma bis zu seiner Pensionierung treu. Karin begann schon vor ihrer Hochzeit in der damaligen Stickerei Amann zu arbeiten. Bereits im folgenden Juni kam ihr Sohn Robert zur Welt, die beiden anderen Kinder, Johannes und Elisabeth, folgten in den kommenden fünf Ehejahren. Karin war damit beschäftigt den Kindern ein liebevolles Zuhause zu bieten. Als die Kinder alle zur Schule gingen, begann sie wieder mit ihrer regelmäßigen Arbeit als Stickerin in der Fa. Amann, bis sie frühzeitig pensioniert wurde.

Alles für die Familie

Karin und Erich haben in ihrem gemeinsamen Leben sehr viel Zeit für die drei Kinder und mit ihnen verbracht. Zwei der drei Kinder sind in die Ferne gezogen.

Das Paar verbrachte seine Zeit immer schon am liebsten daheim und im Ländle. Karin liebte ihre Handarbeit, später fand sie Freude am Kegeln und wurde sogar Landesmeisterin bei den Senioren. Erich war ein begeisterter Kleintierzüchter. Zusammen führten sie viele Jahre das Vereinsheim, Karin unterstützte die Frauengruppe und Erich übernahm im Laufe der Jahre viele verschiedene Ämter des Kleintierzuchtvereins Götzis bis zu seiner Ehrenmitgliedschaft. Erichs große Leidenschaft galt jedoch immer schon der Imkerei, diese Begeisterung lebt er noch heute, und so ist er als „Honighus – Ma“ in und um Koblach bekannt. Heute noch helfen sie, wo sie nur können und reisen gerne zu ihrem ältesten Sohn und seiner Partnerin nach Schweden und besuchen ihre Tochter mit Familie in Deutschland. Umso schöner ist es, dass ihr zweiter Sohn jeden Tag bei ihnen vorbeischauen kann.

Lange erhofft kündigte sich 2010 der erste Enkel an. Zwei Jahre später kam dann noch ein kleines Mädchen hinzu. Kurz nach der Geburt des zweiten Enkelkindes ereilte das Paar jedoch ein Schicksalsschlag, Karin erkrankte schwer. Nach langer Krankheit und mehreren Krankenhausaufenthalten, erholte sie sich wieder vollends und genießt das Leben mit ihrer Familie umso mehr.

Zur goldenen Hochzeit wünscht die Familie von ganzem Herzen das Allerbeste.

Das Paar an seinem Hochzeitstag.
Das Paar an seinem Hochzeitstag.