Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 09.10.2015 • 18:27 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Margarethe Ingeborg Keckeis (80)

Feldkirch-Gisingen. Als Margarethe Ingeborg Dietrich kam die heutige Jubilarin in Innsbruck

zur Welt. Da ihre Eltern wiederholt

Gasthäuser

pachteten,

wohnte sie während ihrer Kindheit einmal in Salzburg, danach in Deutschland. Zu Kriegszeiten mussten sie wieder zurück nach Österreich. Nirgends genug Zeit, um sesshaft zu werden, daher musste Margarethe auch die Fachschule in Schloss Hofen wieder abbrechen.

Das änderte sich erst, als sie ihren späteren Mann, Eugen Keckeis aus Rankweil, kennenlernte. Vier Kinder, sieben Enkelkinder und sechs Urenkel sind das Resultat dieser Liebe.

Anfangs noch Pächterin von der Jausenstation „Schwarzer See“, war Gretl lange Zeit im Sternen Rankweil als Serviererin tätig.

1970 übersiedelte die ganze Familie nach Gisingen in ihr Elternhaus. Im Laufe der Jahre war sie als Pflegemutter auch für das Wohl zahlreicher Pflegekinder zuständig. Leider verlor Gretl vor elf Jahren ihren geliebten Gatten Eugen. Es war schwer für sie, alleine zurechtzukommen. Aber mittlerweile erfreut sie sich bester Gesundheit und auch an den kleinen Dingen des Lebens.

Zum 80. Geburtstag wünscht die ganze Familie von Herzen das Allerbeste, Gesundheit und viel Freude für noch viele Jahre.

Raimund Wachter (90)

St. Gallenkirch, Gortipohl. Heute feiert Raimund Wachter seinen 90. Geburtstag. Am 10. Oktober 1925 kam er als drittes von fünf Kindern in Gortipohl auf die Welt. Die einklassige Volksschule mit 80 Schülern und einem Lehrer absolvierte er mit Bravour. Er war erst 16 Jahre alt, als er in ein Wehr­ertüchtigungslager musste, es folgten die Musterung und das Militär. 1945 sollte er in Gefangenschaft nach Sibirien transportiert werden. Doch vor der ungarischen Grenze glückte ihm die Flucht, sechs Wochen war er über die Berge unterwegs, und schließlich kehrte er an Fronleichnam in seine Heimat zurück. Dort trat der junge Montafoner eine Tischlerlehre an und heiratete mit 25 Jahren seine große Liebe Katharina Schapler. Aus der glücklichen Ehe stammen die vier Kinder Otto, Vroni, Irene und Brunhilde. Anfang der 50er-Jahre begann das Paar mit der Zimmervermietung in der Pension Alpenrose, und 1958 entstand das Eigenheim Obere Allmein. Großzügigkeit, Umsichtigkeit und Humor zeichnen den Jubilar aus. Sein Leben war geprägt von Schaffens- und Tatendrang, stets blieb er seinem Lebensmotto „Nu net lugg lo“ treu. Bei der Skiliftgründung Gortipohl war Raimund Wachter ein Mann der ersten Stunde. In seiner Ära wurde der Grundstein für das heutige Skigebiet Silvretta Montafon gelegt, im Tal nahm der Wintertourismus rasant zu und die Finanzen stiegen um das Zehnfache. 1960 gründete er den Verkehrsverein und fünf Jahre später die erste Musikkapelle. Von 1970 bis 1985 leitete er als Bürgermeister die Geschicke von St. Gallenkirch.

Als Bürgermeister initiierte er zudem große Projekte wie den Bau der Hauptschule Innermontafon, die Erweiterung der Lawinen- und Wildbachverbauung oder das Haus des Gastes und das Gemeindezentrum.

Zwei Schicksalsschläge

Im Jahr 1988 verunglückte seine Tochter Brunhilde tödlich, und nur vier Jahre später starb seine geliebte Gattin. Über diese schweren Schicksalsschläge half ihm sein tiefer Glaube hinweg. Zu Ehren der Mutter Gottes erbaute er eine Felsengrotte.

Im Südtirol, was ihm heute noch gefällt, verbrachte Raimund manchen schönen Urlaub, auch nahm er an Pilgerreisen teil. Heute genießt der vitale Pensionist seinen Ruhestand und verfolgt nach wie vor mit Interesse das öffentliche und politische Leben. Den runden Geburtstag feiert der Jubilar mit seinen Lieben im Beisein seiner vier Enkelkinder in der Pension Alpenrose, die sein Enkel Steffen leitet. Die herzlichen Glück- und Segenswünsche kommen für den geschätzten Ex-Politiker, Gastronom und Familienmenschen aus nah und fern.