Alle wollen neues Sportgymnasium

Vorarlberg / 12.10.2015 • 20:23 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Laut Schul- und Sportlandesrätin Mennel gibt es zwei Standorte für einen Neubau.

Dornbirn. (VN-hk) Der Protest von Schülern, Lehrern und Eltern am Sportgymnasium Dornbirn wegen des Baulärms beim Abbruch der alten Messehallen hat großen Wirbel ausgelöst. Dabei ging es den Schulpartnern am derzeitigen Standort nicht nur um die aktuellen Probleme. Sie nutzten die Situation vor allem auch dafür, auf die räumliche Situation an der Schule aufmerksam zu machen. Eine Situation, mit der alle Schulpartner unzufrieden sind.

Nachdruck gefordert

Der Protest fiel bei den Landespolitikern auf fruchtbaren Boden. FPÖ und SPÖ formulierten am Montag einen gemeinsamen Antrag an den Vorarlberger Landtag. Darin forderten die FPÖ-Abgeordneten Dieter Egger (46) und Christoph Waibel (50) genauso einen Neubau des Gymnasiums wie die SPÖ-Mandatare Michael Ritsch (47) und Gabriele Sprickler-Falschlunger (59). „Die Vorarlberger Landesregierung wird aufgefordert, mit Nachdruck die bereits begonnenen Gespräche über eine Neusituierung/einen Neubau des Sportgymnasiums Dornbirn mit dem Ziel einer baldigen Problemlösung weiterzuführen“, heißt es darin. 

Enge räumliche Situation

Genau das gelobt die für Schule und Sport zuständige Landesrätin Bernadette Mennel (56) auch zu tun. „Die uns zur Kenntnis gebrachten Mängel werden umgehend einer Prüfung durch die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und die Messe Dornbirn unterzogen und unverzüglich behoben. Ich bedaure es, dass wir von diesen Problemen nicht durch die Schule selbst, sondern durch die Medien erfahren haben“, äußerte sich Mennel am Montag.

„Wir haben keine Bibliothek, keinen Besprechungsraum. Die räumliche Situation hier ist nicht dazu geeignet, mit den Herausforderungen der Zukunft, wie etwa der Zentralmatura, fertig zu werden“, hatte Lehrer-Personalvertreter Thomas Stockklauser am vergangenen Donnerstag gegenüber den VN gemeint. Schüler hatten auf andere Missstände aufmerksam gemacht. So würde es unter anderem in den Klassenzimmern immer ziehen. Vor zwei Jahren mussten am Sportgymnasium Container aufgestellt werden, weil die Kapazität für die Zahl der Schüler nicht mehr ausreichte.

Zwei Standorte

Laut Mennel ist ein Neubau der akademischen Sportlerschmiede fix vorgesehen. „Es stehen zwei Standorte zur Diskussion. Einer befindet sich nahe der jetzigen Schule, der andere ist vis-à-vis des Sportservice. Es müssten in beiden Fällen jedoch noch Grundstücksablösen getätigt werden. Ich hoffe jedoch, dass wir in zwei, drei Jahren einen Neubau realisieren können“, betont die Schullandesrätin.

Vorwurf der Opposition: Es seien nur sehr schleppend Gespräche über einen Neubau geführt worden. Jetzt brauche es Druck auf den Bund.

Ein Neubau des Sportgymnasiums ist vorgesehen. Es gibt zwei mögliche Stand­orte dafür.

Bernadette Mennel