Ein Masterplan in Umsetzung

Vorarlberg / 12.10.2015 • 19:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Lustenau macht ernst mit Zentrumsgestaltung. Kaiserpark-Pläne sind in Ausarbeitung.

Lustenau. Vor fast genau einem Jahr wurde im Reichshofsaal der Masterplan für die Zentrumsgestaltung in Lustenau vorgestellt. Das neue Antlitz der Gemeinde nimmt schön langsam Gestalt an. Erste konkrete Umsetzungen sollen für den Betrachter im kommenden Jahr sichtbar werden.

13 Millionen investiert

Gebaut werden soll ab Sommer in der Kaiser-Franz-Josef-Straße. Der „Kaiserpark“ steht im Juli vor seiner Umsetzung. „Die konkrete Ausarbeitung der Pläne läuft jetzt“, informiert Markus Hämmerle (48), Marketingleiter des Projektentwicklers Zima. Konzipiert wird das Gebäude vom Büro Querformat. Dieses ging im Architektur-Wettbewerb als Sieger hervor. Entstehen werden auf dem Areal der ehemaligen Maschinenbau-Firma Hämmerle insgesamt drei Baukörper. Darin untergebracht sind Flächen für Gewerbe und Handel sowie insgesamt 45 Wohnungen. „Von Einzimmerwohnungen bis zum Penthouse ist alles dabei“, erläutert Hämmerle. Präsentiert soll das fertige Projekt noch im November werden. Als Baubeginn ist der Juli 2016 vorgesehen, die Fertigstellung soll 2017 erfolgen. Zima investiert am Standort Kaiser-Franz-Josef-Straße laut eigenen Angaben rund 13 Millionen Euro. Gebaut wird auf einer Fläche von 3700 Quadratmetern.

Neuer Raumplaner

Parallel zu den Arbeiten beim ehemaligen Maschinenbau-Hämmerle-Areal wird auch wenige Meter entfernt gebaut, beziehungsweise saniert. So wird das Haus Kaiser-Franz-Josef-Straße 34, das ehemalige Mädchencafé, umgebaut und einer Außenstelle des Gemeindegebäudes weichen. Vorgesehen ist dort ein neuer Standort für eines oder mehrere Referate der Gemeinde.

Eingebettet werden genannte Bauvorhaben in eine entsprechende Freiraumgestaltung. Zwischen den jeweiligen Objekten, dem Rathausgarten und dem Volksschulvorplatz soll es durchgängige Wege geben. „Das ist eine Idee des Masterplans und findet bei den Projektverantwortlichen des Kaiserparks auch ihren Niederschlag“, freut sich Bernhard Kathrein (38), der seit Anfang September in der Gemeinde Lustenau für Raumplanung zuständig ist.  Kathrein ortet zahleiche positive Impulse im Sinne des Gesamtprojekts, dessen umfassende Umsetzung mehrere Jahre in Anspruch nehmen wird.

Wohnen im Zentrum

Spannende Entwicklungen bahnen sich auch am Rande des Zentrums an. So sollen im Pfarrweg Bauflächen für die Entwicklung von Projekten für betreutes Wohnen zur Verfügung gestellt werden. Bürgermeister Kurt Fischer (52) sieht all die Aktivitäten als klares Anzeichen dafür, „dass das Zentrum vor allem auch als Wohnraum attraktiver wird. Genau das ist ja auch eine der Zielsetzungen des Masterplans für das Ortszentrum“. 

Darüber hinaus soll der Lustenauer Ortskern im Laufe der nächsten Jahre der Bevölkerung mehrere Plätze mit öffentlichen Nutzungsmöglichkeiten bieten. Dazu gehören vor allem auch Grünflächen, die entsprechend adaptiert werden und zur Begegnung einladen sollen.

Noch überhaupt nicht funktioniert hat bisher das Konzept mit den Begegnungszonen beim ehemaligen Lokal „Freigeist“ als auch in „Virglars Hoschtat“. Kaum einen Lustenauer zog es selbst an den lauen Abenden dieses Sommers dorthin. Die Plätze blieben menschenleer.

Die Gemeinde Lustenau hat für Vorhaben im Zusammenhang mit der Zentrumsentwicklung für das Jahr 2016 Investitionen in der Größenordnung von 1,5 Millionen Euro vorgesehen.