Erste Familien sind da

Vorarlberg / 12.10.2015 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Drei syrische Familien über UNO-Programm nach Vorarlberg
gekommen.

Schwarzach. (VN-mip) Dornbirn, Möggers und Riezlern sind die ersten Kommunen in Vorarlberg, die auf der Landkarte des „Resettlement-Programms“ der Vereinten Nationen (UNO) und der Bundesregierung auftauchen. Drei Familien haben im Rahmen des humanitären Aufnahmeprogramms in der vergangenen Woche im Land Platz gefunden. Projektleiter ist Michael Natter (55) von der Caritas. Er bedankt sich bei allen Engagierten: „Es ist beeindruckend, wie sich hier schon im Vorfeld Freiwilligenteams gebildet haben und sich auf die Ankunft vorbereiteten.“ Jetzt gehe es darum, die Familien mit insgesamt zehn kleinen Kindern in den Alltag zu integrieren.

1500 Menschen helfen

Das „Resettlement-Programm“ läuft seit diesem Sommer. Insgesamt 1500 Flüchtlinge aus den Lagern rund um Syrien werden dadurch Zuflucht in Österreich finden. Die drei Familien, die in Vorarlberg angekommen sind, kommen aus einem großen Flüchtlingslager im Libanon. Ziel ist es, besonders schutzbedürftige Menschen neu anzusiedeln, ohne dass sie sich nochmals auf eine gefährliche Fluchtroute begeben müssen.

Zwei Etappen

Die Aufnahme der 1500 Flüchtlinge geschieht in zwei Etappen. Einerseits hilft die UNO bei der Auswahl von 850 schutzbedürftigen Menschen, andererseits koordiniert das Innenministerium gemeinsam mit der katholischen Kirche die Familienzusammenführung von etwa 650 Flüchtlingen. Die drei Familien, die nach Vorarlberg gekommen sind, kamen über die zweite Etappe. „Wir legen besonderes Augenmerk auf die Alltagsintegration, von der Sprache über die Wohnung bis hin zur Arbeit“, erklärte Natter im Juli das Programm. Im Gegensatz zum klassischen Asylverfahren werden in diesen Fällen die Anträge bereits im Vorfeld geprüft. Die Flüchtlinge erhalten bei der Ankunft sofort einen positiven Asylbescheid.

In den kommenden Wochen werden zwei weitere Familien in Vorarlberg erwartet, bis Ende November soll das Programm in Österreich abgeschlossen sein.

Schon im Vorfeld haben sich Freiwilligenteams gebildet.

Michael Natter